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Langzeitarchivierung vs. Langzeitverfügbarkeit

Die meisten Systeme zur Langzeitarchivierung, die ich mir bisher (kurz) angeschaut habe, haben einen großen Nachteil: Sie versenken tatsächlich die Daten in Archiven, die dann womöglich noch auf Tapes offline gespeichert werden. In Fällen von Buchhaltungs- oder Forschungsdaten mag dies ja durchaus Sinn machen, aber in unserem Fall geht es darum, öffentlich zugängliche Daten, wie z.B. die Bilder (zur Zeit über eine halbe Million, Tendenz steigend) und Texte des ECHO-Projekts (European Cultural Heritage Online) oder der Cuneiform Digital Library Initiative (CDLI) über lange Zeit auch öffentlich zugänglich zu halten. Ich bevorzuge es daher, über Langzeitverfügbarkeit statt über Lagzeitarchivierung zu reden.

Denn bei allen Digitalisierungsprojketen stehen wir immer in Konkurrenz zum gedruckten Buch: Das »lebt« im Schnitt etwa 100 Jahre, wir müssen daher für die Digitalisate mindestens einen ebensolangen, besser noch längeren Zeitraum garantieren können.

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Ein Kommentar

  1. Schnöpf sagt:

    Wobei “Langzeit” im Computerwesen nur fünf Jahre bedeutet. Das ist die Zeitspanne, die für den Wechsel einer Computergeneration (Architektur, Betriebssystem) angenommen wird. Ein Langzeitarchiv beinhaltet aber auch, dass die Daten auch jederzeit wieder rekonstruiert werden können (über ide Dauer dieses Prozesses wird keine Aussage getroffen). Aber mit den Bilddateien ist es ja nicht ganz so schlimm, da sich diese Daten nicht großartig ändern. Eigentlich könnt ihr ja schon auf drei Generationen Computerdaten zurückblicken.

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