Zu Journalismus, (neuen?) Medien und Google Wave:
- Mr Topf: Auch Deutschland begrüßt Google Wave mit Innovationsphobie. Ob ganz Deutschland, weiß ich nicht, Spargel Online aber auf jeden Fall.
- Marcel Weiss: Es gibt keinen internetverursachten Information Overload. Information Overload existiert (mindestens) seit der Bibliothek von Alexandria. Die Annahme, die Informationsüberflutung sei erst mit dem Internet über uns gekommen, ist falsch.
- Micropayments im Online-Journalismus: Kostenfalle Einzelverkauf. »Für viele der eher minderwertigen Inhalte käme ein Einzelverkauf allerdings gar nicht infrage. Denn der Großteil der redaktionellen Inhalte ist heutzutage von genau der Machart, bei dem echter Mehrwert aus Sicht des Lesers fehlt.«
- Marcel Bernet über die Zukunft des Online-Journalismus: Vorwiegend gratis, aber hoffentlich nicht umsonst.
- Konstantin Klein über die Angst des Journalisten vor Medienmassen statt Massenmedien.












Overload in der Fleischerei: wer soll das alles essen?!
Herr Kantel,
wenn Sie in meinem Text “Innovationsphobie” entdecken, müssen Sie irgendwas überlesen haben. Den ersten Satz des Teasers zum Beispiel. Oder den zweiten. Die Überschrift allein reicht einfach nicht.
Herr Stöcker,
ich weiß ja nicht, welchen Text Sie geschrieben haben, aber den, den ich gelesen (und verlinkt) habe (der mit der »Springflutwarnung«), da war schon ziemlich viel »Innovationsphobie« drin. Wobei das eigentlich Innovative von Google Wave gar nicht gewürdigt — weil vermutlich nicht erkannt — wurde.
Die “Springflutwarnung” ist ja nun ein Zitat. Und ich glaube nicht, dass Louis Gray ein Innovationsphobiker ist. Mein Text beginnt mit dem Satz “Google Wave ist großartig”. Mir ist völlig unverständlich, wie sie das als Fundamentalkritik auslegen konnten. Aber Sie scheinen die Frage, wer den Dienst benutzen soll und wie, für unzulässig zu halten.
Im Übrigen finde ich es eher unfein, eine Replik mit “und außerdem sind Sie vermutlich doof, auch wenn ich das nicht belegen kann” zu beenden.
Follow the Link: Ich habe dort dargelegt (und damit belegt), was ich für das eigentlich Innovative an Google Wave halte und was nur von wenigen erkannt wurde. Dazu braucht es aber auch — wie mein verehrter Lehrer W.F. Haug immer sagte — einen Standpunkt und eine Perspektive. Und das ist genau das, was ich nicht nur an Ihrer, sondern auch an vielen anderen »Kritiken« zu Google Wave vermisse: Standpunkt und Perspektive.
Und nicht rausreden: Auch »Innvoationsphobie« ist ein Zitat.