Die SPD hat ihr Projektziel 18 ja fast erreicht, die Liberalen leider auch und Grüne und Linke sind auch nicht mehr weit davon entfernt. Daher meine Frage: Ab wann ist eine Partei eigentlich eine Volkspartei? Oder kennen wir keine Parteien mehr, sondern nur noch Volk(sparteien)?
Die SPD hat ihr Projektziel 18 ja fast erreicht, die Liberalen leider auch und Grüne und Linke sind auch nicht mehr weit davon entfernt. Daher meine Frage: Ab wann ist eine Partei eigentlich eine Volkspartei? Oder kennen wir keine Parteien mehr, sondern nur noch Volk(sparteien)?
Na ja die Politikwissenschaft spricht ja inzwischen in Teilen nur noch von Mittelparteien oder auch “Drittelparteien” (außer die Publikationen sind von der Konrad-Adenauer-Stiftung finanziert
)
Wir werden sehen wie sich das weiter entwickelt und welche Konsequenzen gezogen werden.
Mir macht prinzipiell die geringe Wahlbeteiligung mehr Sorgen, als das Verschwinden der “Volksparteien”. Viele Menschen scheinen keine wirklich wählbaren Alternativen zu sehen und bleiben wohl deshalb weg oder aber sie vertrauen dem immer gleichen Einheitsbrei nicht, den Politiker so absondern.
Auch nicht zu einer Wahl zu gehen, ist eine demokratische Entscheidung!
Und im übrigen dürfen wir Bürger bei wichtigen Entscheidungen, die uns betreffen, sowieso nicht mitentscheiden, z.B. beim EU-Vertrag, der Vereinigung, Kriegseinsatz in Afghanistan, Einführung des Euros.
Wer sich über die mangelhafte Wahlbeteiligung aufregt, der soll sich einmal direkte Formen der Demokratie überlegen. Wie wäre es beispielsweise, wenn in Volksentscheiden die jährlichen Etats oder Teile davon entschieden werden? Oder über die Höhe der Einkommensteuer? Oder über den Kriegseinsatz unserer Soldaten?
Ich bin direkt ab überlegen, ob ich in Zukunft nicht auch Wahlverweigerer werde. Es gibt keine Partei, bei der ich mich darauf verlassen kann, daß sie meine Interessen vertritt. Ich plädiere daher im Zeitalter des Internets für mehr direkte Demokratie.