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Wenn Dummheit weh täte …

Geschichte wiederholt sich (laut Marx). Einmal als Farce und dann noch einmal als Farce. Also: Wenn Dummheit weh täte, dann müßte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Andreas Popp, den ganzen Tag schreien. Und nein, ich nehme ihm die wachsweiche Entschuldigung in seinem Blog nicht ab. Wer in Deutschland politisch tätig sein will, der muß wissen, um was für eine nazistische Schmierenpostille es sich bei der Jungen Freiheit handelt, ansonsten ist er nur dumm und nicht in der Lage, als stellvertretender Bundesvorsitzender einer demokratischen Partei zu agieren. Für Andreas Popp gibt es daher nur eine ernstzunehmende Entschuldigung — alleine, um weiteren Schaden von der Piratenpartei abzuwenden. Und die hören wir auf jedem Bahnsteig: Zurücktreten! [bluelectric.org]

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46 Kommentare

  1. xwolf sagt:

    Der Fairniss halber sollte aber erwähnt werden, daß auch einige Berufspolitiker sich bereits von denen interviewen ließen.
    So zum Beispiel auch Spitzenpolitiker der FDP. Aber mit etwas googlen findet man auch Intervbiews von Politikern fast aller anderen Parteien, mit Ausnahme der Linken.

  2. Jörg Kantel sagt:

    @xwolf: Ich weiß, einmal auf »Einmal als Farce« klicken. ;)

  3. Thomas F sagt:

    Was soll die Aufregung???
    Gerade in Medien mit kontroversen Ansichten will ich meine Meinung verteten, das ist nicht nur sportlich, das ist demokratisch und dient der differenzierenden Meinungsbildung.
    Wer nur in SEINER Clique seine Meinung kund tun möchte, wird woanders nichts erreichen. Schafe denken so.
    Vor allem keine Achtung, keinen Respekt, keine Toleranz.

  4. Im Prinzip ist die Rücktrittsforderung natürlich berechtigt. Mit dieser Zeitung spricht man einfach nicht.

    Andererseits muss Neulingen im politischen Geschäft – der Partei und ihren Funktionären – insbesondere dann ein wenig mehr Nachsicht entgegen gebracht werden, wenn man sonst Fan ihrer Unverbrauchtheit und politischen Frische ist.

    Allerdings hätte ich mir auch ein deutlich entschlosseneres Fehlermangement gewünscht. So weichgespült geht´s nun auch nicht.

  5. Robin sagt:

    Offenkundlich traf Narzissmus auf Nazismus.

    Es gilt aufzupassen, da Ersteres immer mehr ein nicht wegzusehendes Attribut politischen Handelns zu sein scheint.

    Motor sozusagen, die Partei als Vehikel nutzend, die Bürger als Treibstoff.

    Und irgendwann ist es dem Narziss egal, von welcher Seite ihm zugeklatscht wird. Hauptsache, es wird geklatscht.

  6. TheFive17 sagt:

    Die Rücktrittsforderung ist lächerlich, traurig genug, dass Popp sich tatsächlich entschuldigt hat. Ich bin kein Fan von rechts, aber bei einem Interview stelle ich den Inhalt in den Vordergrund. Und der ging mMn total in Ordnung.

  7. xwolf sagt:

    Ich kenne die Zeitung ja nicht und mir ist sie auch egal…

    Aber irgendwie hab ich immer ein schlechtes Gefühl wenn jemand sagt: “Mit denen spricht man nicht.”
    Selbst wenn die Empfänger von Nachrichten Worte verdrehen und aus dem Zusammenhang reissen um sie für sich zu verwenden (was ja auch bei anderen Nachrichtenmedien täglich passiert – siehe Bildlog.de), finde ich sollte man sich niemals dem Dialog verschliessen.
    Gerade auch gegenüber verdrehten Extremisten (Rechts, wie Links, wie NonPolitik) sollte man überzeugend und mit Alternativen auftreten.

    Denn was bitte ist die Alternative zum Dialog? Wegsehen oder Gewalt. Beides ist schlecht.

    Die Rücktrittsforderungen finde ich lächerlich.
    Da wird dauernd gesagt, es geht um Inhalte. Aber sobald jemand dann doch einen persönlichen Fauxpas begeht, ist das plötzlich vergessen?
    Was kommt als nächstes? Abwahl, Protest, Demo, weil jemand in der Freizeit rote Socken trägt und ein Paparazzi dies fotografierte?

  8. DerAlteHut sagt:

    Der Verfasser hat sie wohl nicht mehr alle:

    1. Kritik an Kollegen kann man auch ordentlich äußern
    2. Es gibt keinen Grund nicht auch mit dem rechten Spektrum zu reden

    Wenn man Leute mit ihren Ansichten nicht mag und sich trotzdem mit denen unterhält, dann nennt man das eine _Diskussion_.

    Ziemlich schwache Vorstellung.

  9. Jörg Kantel sagt:

    OK, für mich gilt immer noch: »Null Toleranz gegenüber Nazis«. Und wenn das in der Piratenpartei anders gesehen wird, dann bin ich dort wohl falsch.

  10. xwolf sagt:

    @Jörg: Natürlich gilt “Null Tolleranz gegen Nazis” noch! Das gilt für alle Verbrecher.
    Aber wie willst du ohne Gespräch Leute von ihren Irrweg wegbringen? Mit einfacher Ausgrenzung schafft man es eben nicht, junge Leute, die verblendet wurden, zu überzeugen. Und nur von dem Gespräch wird man ja nicht “angefixt” und automatisch zum Nazi transformiert.

    @DerAlteHut: Anonym Beleidigungen abzugeben, spricht auch nicht gerade davon, das man ehrliche Diskussion anstrebt und noch alle Tassen im Schrank hat. Troll dich.

    Übrigens sprech ich nicht für die Piraten. Ich bin auch noch kein Mitglied.

  11. Jörg Kantel sagt:

    @xwolf: Die Junge Freiheit ist eine gerichtsnotorisch festgestellte, rechtsextreme Publikation. Der gibt man schon aus Gründen der politischen Hygiene — es würde sie ja sonst »salonfähig« machen — keine Interviews.

  12. i sagt:

    Nur weil hier der ein oder andere die Junge Freiheit nicht kennt, ist das noch lange keine Entschuldigung fuer Herrn Popp. Allenfalls fuer deren Bildungsaskese.

    Ich bin auch kein Politiker und noch nicht mal in einer Partei und wuerde mit denen nicht sprechen. Und von einem Politiker – wenn er auch noch so neu ist – erwarte ich da noch mehr Sensibilitaet.

    Mit Nazis redet man nicht. Und man erreicht die auch nicht ueber so eine Zeitung. Man legitimiert lediglich die Zeitung und ihr braunes Umfeld – mehr nicht.

  13. torbenSH sagt:

    Was ist das denn für ‘ne Nazi-Denkweise, Kantel? Für Sie gibt es keine ernst zu nehmende Entschuldigung. Alleine, um weiteren Schaden von der Piratenpartei abzuwenden: Zurücktreten!

  14. Fonsy sagt:

    Und euer Münsteraner Stadtrat hat der Jungen Welt ein Interview gegeben:
    http://www.jungewelt.de/2009/09-01/007.php

    Auch rücktrittsreif?

  15. grunt sagt:

    Ich halte eine Rücktrittsforderung anlässlich dieses Interviews für vollkommen überzogen. Was soll das? Er hat einen Fehler gemacht und sich dafür entschuldigt. Passiert. Weitermachen.

    Mann mann mann…

  16. grunt sagt:

    Hab die Kommentare hier mal durchgelesen und mich über die Zeitung informiert. Ich sehe jetzt das Interview nicht mehr als Fehler an, solange an den Aussagen Popps nichts verfälscht wurde und sie in Ordnung sind.

  17. Anonymous sagt:

    Was ist denn so schlimm daran wenn er in einem politisch fragwürdigen Magazin die politische Stellung der Piratenpartei nennt? Somit kommt es wenigstens zu keinen falschen Gedanken von anderen politischen Gesinnungen.

  18. Hellhound sagt:

    Sagen Sie’s doch gleich, Herr Kantel: Sowas wie die “Junge Freiheit” gehört verboten! Jawoll!Wo kämen wir denn hin, wenn einer Dialog mit Andersdenkenden betreibt!

  19. name sagt:

    @Kantel: was “gerichtsnotorisch” bedeutet mal beiseite, da es nicht wichtig scheint, die von dir verlinkte Seite sagt aber doch genau das Gegenteil deiner Behauptung: das BVerfG hat festgestellt, dass die Anhaltspunkte für die Bewertung rechtsextrem nicht ausreichen, das an das VG Düsseldorf zurückverwiesene Verfahren wurde daraufhin mit einem Vergleich beendet, woraufhin die Kategorisierung “rechtsextrem” durch den Verfassungsschutz aufgehoben wurde.

    Jetzt bin ich verwirrt, was du denn wirklich meinst.

  20. Tom sagt:

    Also Verbieten ist gleich zu setzen mit Kapitulation. Wenn ich mit etwas oder jemandem nicht klar komme, wird es/er verboten und fertig. Dass kann es nicht sein. Man sollte weder die NPD noch die JF verbieten. Man muss den Menschen zeigen, dass diese Ideologie einfach falsch ist. Die Menschen müssen von selbst abwandern. Helfen wir ihnen dabei. Aber solange die rechte Seite mehr für Jugendliche auf dem Land macht als andere Parteien wird’s schwierig den Kids zu erklären, dass das die bösen sind.
    Ich finde die Rücktrittsforderung nicht überzogen: Popp ist nicht irgendein Pirat, er ist ein hohes Tier. Er repräsentiert die Piraten. Er hat Verantwortung. Die sollte er gefälligst wahrnehmen. Er will Politik machen, dann sollte er schnell lernen, wie das geht.

  21. Headhunter sagt:

    Kantel, mag Popp blauäugig, unwissend, überlastet und unerfahren sein, deswegen direkt die “Zurücktreten” Keule zu zücken, ist extrem übertrieben und falsch.

    Es gibt ja immerhin eine Menge nachweislicher Nicht-Rechtsextremer, die diesem ultrarechtem Schmierblatt Interviews gaben.

  22. Steffen sagt:

    Die ganze Aufregung zeigt doch nur welch unsicheres Verhältnis wir zu unserer Vergangenheit haben. Das schlimme ist eigentlich nicht, dass er das Interview gegeben hat, das habe auch schon andere gemacht (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/1030/none/0099/index.html), sondern dass er sich dafür entschuldigt hat.
    Ist die JF rechts? Ja.
    Soll man nur genehmen Zeitungen ein Interview geben? Nein.

  23. twilight sagt:

    Er hat der JF ein Interview gegeben! – Er hat Jehova gesagt! – Jehova, Jehova!!!

  24. maunsen sagt:

    Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Piraten sich – freundlich ausgedrückt – extrem dämlich in Bezug auf den rechten Rand verhalten haben.

    Eine neue, junge und aufstrebende Partei sollte das Format haben, sich solche Fehler einzugestehen und die entsprechenden Konsequenzen ziehen.

    Fehler und Skandala auszusitzen und der Versuch mit halbgaren Entschuldigungen aus der Situation heraus zu lavieren haben in anderen Parteien zwar politische Tradition, aber bitte nicht bei den Piraten.

    Wenn die Piraten sich nicht vom rechten Spektrum abgrenzen und distanzieren, werden sich wohl viele ehemals begeisterte Piraten am 27.09. fragen, ob das Orange evtl. doch einen Tick zu braun geworden ist.

  25. Volker sagt:

    Also ich verstehe nicht was die “Zurücktreten!”-Aussage überhaupt soll. Ich versteh auch überhaupt nicht, wie man als Mensch der auch nur ansatzweise Links denkt, irgend jemandem verbieten kann ein Interview mit wem auch immer zu führen. Ausblenden ist kein Zeichen von Stärke, verbieten ist kein Zeichen von Demokratie. Kritisieren ist gut – aber sachlich. Bevor du jemanden zum Rücktritt aufforderst, überleg oder frag nach, was der Rest der Piraten davon hält, weil nur die Piraten (ich selbst bin keiner) haben das Recht über ihren vice zu entscheiden. So ist dein Blogbeitrag für mich nur billige Polemik.

  26. Max LV HH sagt:

    HALLO GEHTS NOCH!?!?
    Wir sind die Piratenpartei!!!
    Wir sind gegen Zensur!
    Wir sind für Meinungsfreiheit!!!
    Wir legen uns doch nicht selbst einen Maulkorb an!
    Wir reden mti rechten genauso wie wir mit linken liberalen konservativen außerirdischen oder sonst wem reden würden!!!

    Rücktritt also ich bitte euch! Denkt mal an die Prinzipien dieser PArtei und fragt euch dann ob ihr hier richtig seid…

  27. andreas jordan sagt:

    hallo leute,
    ich gehöre zur generation offline(56 Jahre), habe mich von der grünen gründergeneration, der ich bei der echten bürgerbewegung bremer grüne liste angehörte 1979, längst distanziert. wir wurden damals als faschisten und karrrieregeil diffamiert, weil wir auch mit anderen gesprochen, rechtsverletzungen von linkschaoten angesprochen und andere gewinnen für das thema umweltschutz wollten als linke aktivisten. dieselben breitärsche der grünen sitzen heute 20 oder 25 jahre in den parlamenten und fürchten eure konkurrenz.
    es wäre traurig, wenn sich die onlinegeneration so rasch von der political correctness in die enge treiben lassen würde wie hier geschehen. dieser herr kantel ist offensichtlich ein echter nazi und ein leimrutenleger, über den sich sich solche schnäppchenjäger wie brigitte zypries(siehe taz interview)diebisch freuen.

  28. Frieder Schiller sagt:

    Muß es nicht heißen: “erst als Tragödie und dann als Farce”? ansonsten, netter Umgangston hier.

  29. Jörg Kantel sagt:

    @Frieder Schiller: Eigentlich ja — aber die verlinkte Buschkowsky-Geschichte kann ich nicht wirklich als Tragödie durchgehen lassen. ;)

    Und was den Umgangston angeht: Gar nicht erst ignorieren.

  30. Icke sagt:

    Wer mit Nazis gruschelt den setze ich auf die Sperrliste.
    Das man die JF oder die NPD nicht verbieten sollte kann ich nachvollziehen – das man aber mit denen rummacht, das ist ganz etwas anderes.

    Sorry Piraten – hätt schön werden können. Aber ohne eine eindeutige Abgenzung von denen die Millionen Menschen ausradiert haben und welche die Meinungfreiheit in der Gaskammer umbringen will ich nix mit denen zu tun haben.

  31. RokkerMur sagt:

    Ich bin für ein totales Boykott gegenüber den verwurzelten Rechten und das beinhaltet auch Interviews mit Rechtsmedien.
    Weil ein paar hier denken Rechte kann man therapieren oder in einer Diskussion ändern, nein das klappt nicht, das geht nur bei ganz Jugen.

    Und glaubt mir, ich habe eine Ahnung von diesem menschlichen XXX, ich komme aus Österreich.

    Schade um die Piratenpartei in D, hoffentlich lernen wenigstens “unsere” Piraten daraus ;)

  32. Johannes B. sagt:

    Und wieder einer, der sich das Interview wahrscheinlich nicht mal durchgelesen hat!
    Nicht WO das Interview auftaucht ist wichtig, sondern WELCHE FRAGEn das interview enthällt. Und wie, wenn nicht gerade in einem Nazi-Blatt erreiche ich den rechten Rand?
    Lies Dir bitte erst das Interview und vor allem die Antworten(!) von Andreas durch, bevor du dich hier so schön echauffierst!
    Danke

    Johannes
    - Pirat -

  33. Jörg Kantel sagt:

    @Johannes: Doch, es kommt wohl darauf an wo das Interview gegeben wird. Das ist eine Frage der politischen Hygiene. Mit Nazis paktiert man nicht.

    Und ich bin es leid, diese Selbstverständlichkeit immer wieder betonen zu müssen.

  34. RokkerMur sagt:

    @schau Johannes
    Als Ösi fällt es mir leicht dir die Hand zu reichen.
    Aber wie schon erwähnt – mit Nazis macht man nichts.
    Das Interview, da hast du recht, das habe ich mir nicht durchgelesen
    weil ich diese Zeitung nicht lese.

    Gebts eine Presseerklärung raus, auch Obama kann Fehler zugeben.

    LG aus Wien

  35. derfototim sagt:

    Was ist denn bitte schön “politische Hygiene”? Ich kenne Rassenhygiene, und das ist schon ziemlich ehrverletzend. Und dann auch noch politische Hygiene?

    Geht es denn sauberer, als Popp das gemacht hat? Sich IN einem rechten Medium eindeutig GEGEN rechte Bestrebungen zu äußern?
    Klar ist es sinnvoll, wenn man, wie der Herr Kantel hier, sich gegen rechte Umtriebe äußert. Wenn man aber wirklich etwas gegen das rechte Gesocks tun möchte, dann gilt nur eines: Überzeugungsarbeit leisten. Und da ich nicht glaube, dass ein Neonazi sich de sua sponte auf die Seite der Piratenpartei begibt, um dort festzustellen, dass es andere, lohnenswertere und vor allem intelligentere Programme gibt als “AUsländer raus”, ist es im Grunde nur konsequent, sich der JF zuzuwenden (wenn das im vorliegenden Fall auch eher unabsichtlich geschah. Das Nichtwissen, um welches Blatt es sich handelt, ist das Einzige, was man einem aufstrebendem Jungpolitiker vorwerfen kann.)

    Eine Demokratie muss extreme Meinungen aushalten, heisst es – und das meint, dass sie mit ihnen argumentativ umgehen kann. Das hat Herr Popp getan, und so kann man es von einem Politiker einer Partei erwarten, die sich
    ausdrücklich Meinungsreiheit auf die Segel geschrieben hat.

    Viele Grüße

  36. klara sagt:

    Wenn Piratenpartei mit Meinungsfreiheit meint, dass Biedermanns Brandstifter wieder willkommen sind, freue ich mich über baldiges Verschwinden in der rechten Szene.

    Eine Partei, in der es nicht mal allgemeiner Konsens ist, dass es eben nicht egal ist, welcher Zeitschrift man ein Interview gibt, in der man offenbar nicht mal allgemein der Ansicht ist, dass ein stellvertretender Parteivorsitzender wissen sollte, wem er überhaupt Interviews gibt, oder zumindest – Bildungslücke sei wachsam – sich erstmal kundig machen sollte, aufgeschreckt vom eigenen Unwissen – und in der man dann, wenn man dieses Verhalten scharf und gerechtfertigt kritisiert in übelst verleumderischem Ton – wie hier in den Kommentaren – als Nazi und anderes beschimpft wird, ist keine Partei, die man wählen sollte.

    Wer etwas nicht weiß, es aber wissen sollte, um seine Entscheidung zu treffen, der mache sich kundig. Wer dann seine Entscheidung trifft, begründe sie (so wie Jens Seipenbusch, mindestens so fragwürdig) und stelle sie zur Debatte.

    Wer als Nazigegner jemals damit geliebäugelt hatte, die Piratenpartei zu wählen, weiß jetzt jedenfalls, dass dann Ungültigwählen immer noch besser ist.

  37. chrissg sagt:

    Meinungsfreiheit kennt keine Grenzen! Daher ist diese Rücktrittsforderung mindestens so lächerlich wie die Entschuldigung für das Interview.

    Und auch nach dem Lesen mehrer Artikel der Jungen Freiheit kann ich nicht erkennen was daran bitte “rechtsextrem” oder “nazistisch” sein sollte. Konservativ ja, aber was ist denn bitte daran schlimm?

    Sehr schade bis vor kurzem waren die Piraten noch eine Alternative, aber so: Nein Danke!

  38. Wahr-Sager sagt:

    Herr Kantel, wer sagt mir, dass Sie kein Nazi sind? Vielleicht ja rotlackiert, aber trotzdem Nazi?!

  39. BananenTutziFrutzi sagt:

    Ich frage mich, was passiert wäre, wenn eine der als “seriös” geltenden Zeitungen ein Interview mit Rieger geführt hätte.

    Dann wäre das Geschrei groß “Nazi-Ideologien verbreiten”.

    Jetzt veröffentlicht ein Nazi-Sprachrohr ein Interview mit einem Piraten …
    “Mit wem würden Sie denn koalieren?
    Popp: Keinesfalls mit rechten Parteien.”

    Und nicht die Nazis schreien auf, sondern alle anderen.

    Hä?

  40. fruehlingsfrosch sagt:

    .. die Diskussion um Rücktritt ja nein zeigt gleich wieder eines: die Machtbrühe brodelt, der Chorgeist steigt: wer sich fehlverhält wird ausgegliedert, gehört nicht zu uns, Stallgeruch stimmt nicht mehr, übrig bleiben die, die sich in der heissen Brühe nach oben wurschteln. Fazit: je höher die ( scheinbaren ? ) ehthischen, moralischen Ansprüche, desto repressiver im Inneren ( Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, .. )

  41. Thomas F sagt:

    Die undifferenzierte (Euphemismus für “dämliche”) Haltung, mit der hier “Konservativ”, “rechts”, “rechtsextrem” und “Nazi-” in einen Topf geschmissen wird,
    was weiter erkennbar ist an der grundsätzlichen, besser: radikalen Ablehnung (Intoleranz) gegenüber allem, was nicht links ist, eben auch “Konservative” Meinungen,
    all das lässt mir die Frage berechtigter erscheinen, als dem Blogg- Betreiber hier und manchem Popp- Kritiker lieb sein mag:
    “Wer sagt mir, dass SIE kein Nazi sind – ein rot lackierter zwar, aber eben doch ein Nazi,…?”
    Welche Farbe entsteht denn, wenn man GRÜN und ROT mischt? Braun.

  42. Nase sagt:

    Populistisch, engstirnig und arrogant.
    So kann man diesen Beitrag von Jörg kurz umschreiben.

    Sorry, aber Null Tolleranz gegen Nazis ist ja schön und gut, aber was soll das alleine bringen?
    Frei dem Motto: Ausgrenzen was anders ist. Ähm hatten wir das nicht schon mal so vor ein paar Jahrzehnten? So unendlich viele Parallelen im Verhalten fallen da heutzutage auf.
    Die junge Freiheit gehört genauso zur Information wie linkezeitung.de, pi-news , Stern, etc.
    Man sollte alle Seiten lesen um sich selbst ein Bild zu machen.
    Man braucht nicht einen Sittenwächter der einem sagt was gut ist und was nicht. Sind wir nicht mündig genug darüber selbst zu entscheiden?
    Sind wir nicht in einer Demokratie in der die Meinungsfreiheit zählt?
    Für meinen Teil nur hat es leider gezeigt, dass die Piratenpartei genauso zu den Umfallern und Mitläufern gehört wie alle anderen auch.
    Damit bin ich wieder bei den Nichtwählern angekommen.

    Was machen die Piraten dann denn letztendlich wenn gegen sie das Argument geführt wird, dass der Datenschutz dem Kampf gegen Rechts geopfert werden muss? Genauso umkippen, denn das Zauberwort wurde gesagt.
    Blödes Beispiel, aber überraschen würde es mich nicht wirklich wenns soweit kommt.

  43. [...] draengt sich der Eindruck auf das hier einige Blogger wie unter anderem der Schockwellenreiter einfach enttäuscht sind das sich die Piraten nicht so entwickeln, oder nicht wie gewuenscht [...]

  44. [...] Danach setzt das Medienfeuer der Newsportale und Blogs ein. Einige fordern Popps Rücktritt. [...]

  45. [...] und unprofessionell – und bei Twitter und in Blog-Kommentaren oft beleidigend. Selbstkritik oder Kritik an der eigenen Parteiführung findet man bei den Piraten nur [...]

  46. Melanchthon sagt:

    Die Argumentation vor allem des blogisten “Kantel” stimmt nachdenklich: Sollte ich mich nun in einem Akt pathetischer Zivilcourage von meinem Cabrio trennen, weil Hitler gerne in einem Cabrio gefahren ist? Darf man einem in diesem Land legal zugelassenen Publikationsorgan ein Interview geben (auch, wenn man mit der politischen Ausrichtung des Blattes nicht einverstanden ist…)? Wenn die Antwort “nein” lautet, dann möchte ich wissen, welche Publikationsorgane von Herrn “Kantel” als “nicht diskutabel” eingeschätzt werden (Vorschläge: “Neues Deutschland”, “Bild”, “Junge Freiheit”, “Vorwärts”, “Wachturm”, “TAZ”, Süddeutsche Zeitung”, “Rheinischer Merkur”, “Frankfurter Allgemeine”,….)? Die Selbstzufriedenheit und Selbstgerechtigkeit des Herrn “Kantel” – hübsch gepaart mit literweise verspritztem “Moralin” – zeugt weder von rechtsstaatlichem Bewußtsein noch von einem auch nur ansatzweise vorhandenem demokratischem Grundverständnis. – Aus solchem Holz sind sowohl “geistige Brandstifter” wie auch Demagogen geschnitzt!

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