(Qualitäts-) Journalisten jammern auf hohem Niveau: User-Inhalte fressen Arbeitszeit.
Selbst erstellte Inhalte, die Nutzer von Nachrichtenseiten im Internet an die zuständigen Redaktionen übermitteln, werden von den dort tätigen Journalisten oft als Ablenkung von ihren eigentlichen Aufgaben wahrgenommen. Die zunehmende Menge an User-generated Content, die Tag für Tag auf die News-Redaktionen niederprasselt, muss von den Journalisten gesichtet, aussortiert und womöglich noch für die weitere Veröffentlichung aufbereitet werden. All diese Tätigkeiten kosten wertvolle Zeit, die sie eigentlich für andere Aufgaben aufwenden sollten, denen ihrer eigenen Einschätzung nach wesentlich mehr Bedeutung in ihrem Job zukommt.

































[Vorwort]
Ich lese deinen Blog jetzt schon länger, und muss sagen: Bessere News-Aggregation kann ich mir schlecht vorstellen. TOP! Weiter so bitte
[Eigentlicher Kommentar]
Wer auch immer sich da aufregt – die Hierarchie scheint klar zu sein im “Profijournalismus”: (1) Ganz oben (weil einfach und verlässlich) die Agenturen, … ja, irgendwo später kommt der Rest.
Dazu die kleine Geschichte von Bluewater: Der gefälschte Sender vpk-tv (über Webseiten im Internet) berichtet von einem Terroranschlag in Bluewater, die DPA greift das ganze auf und schreibt es in ihre Newsticker. In wenigen Tagen läuft die Geschichte inklusive Interviews mit Feuerwehr und Polizei über verschiedene Deutsche End-News-Provider.
Ein wenig Recherche hätte natürlich über die Existenz des Senders vpk-tv oder der idyllischen Stadt Bluewater informiert, aber die DPA hat ja die News geliefert, die kann so 1:1 übernommen werden.
Also doch noch genug Zeit für den User-Generated-Content?
PS: ,der ungefragt geliefert wird…
einfach mehr Leute einstellen