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Konspiratives Lernen

Peter Glaser sinniert darüber, warum Verschwörungstheorien einen Bildungsauftrag zu erfüllen haben:

Lehrer und große Teile des Bildungssystems sind offenbar damit überfordert, den nachwachsenden Nutzergenerationen ein brauchbares Grundverständnis für den Umgang mit Informationen, mit Wissen, mit Nachrichten zu vermitteln. Ihr Bedürfnis zu entwickeln, herausfinden zu können, ob eine Information richtig ist oder Quatsch, Unterhaltung, Wow-Effekt. Zum Glück kann man das zum Teil auch ohne Lehrer, sozusagen auf der Straße lernen. Eine der wirkungsvollsten Methoden dabei ist das Verschwörungstheoretisieren.

Die gängigen Verschwörungstheorien sind unterhaltsam, fühlen sich subversiv an und verhelfen einem zu Grundübungen im Mißtrauischsein. Man muß nicht gleich paranoid werden, um mit Hilfe von Verschwörungstheorien einige journalistische Tugenden nahegebracht zu bekommen, zum Beispiel, daß man nicht alles glauben soll, was einem jemand erzählt. Dass eine gewisse Skepsis eine gute Sache ist. Oder daß sich auch Verschwörungstheorien lästige Fragen und Fakten gefallen lassen müssen.

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Ein Kommentar

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