Da schlage ich doch heute das Morgenblättchen meines Vertrauens auf (ja, ich lese auch noch offline) und was finde ich da? Der von mir sehr geschätzte Peter Glaser schreibt über die Folgen der Digitalisierung:
Wir befinden uns mitten in der größten und komplexesten chemischen Reaktion der Kulturgeschichte. Und auch wenn die Ergebnisse der Synthese erst in Schemen auszumachen sind, eines steht fest: Es gibt, genau wie im nuklearen Bereich, auch kulturelle Kernkräfte, die in jedem der scheinbar losen Fragmente wirksam sind, welche uns gerade um die Ohren fliegen. Nichts wollen diese Teile mehr, als wieder Moleküle werden oder zu Molekülen gemacht werden. Kultur möchte sich verbinden, heute mehr denn je. An dem, was Texte erzählen und Photos oder Filme zeigen, wird sich erst einmal nicht viel ändern.
Aber die Art, wie sie zusammengestellt werden, verändert sich gerade fundamental, begleitet von Zerfallserscheinungen, Ungewißheiten und großen Chancen. Leute, schmiedet neue Moleküle! Laßt die digitalen Bunsenbrenner glühen.
Lesebefehl! [Berliner Zeitung]
































Habe ich auch gestern in der “Berliner” gelesen. Nun ist ja der Name Glaser immer von vornherein ein gewisses Versprechen. Aber diesen Text fand ich eigentlich nur langweilig. Mit Abstand das Uninteressanteste, was ich bisher von Peter Glaser gelesen habe.
Aber das Netz hat es ja vor einiger Zeit an den Tag gebracht: Es gibt Leute im Netz, die kennen Peter Glaser überhaupt nicht. Nun ja.