Oder: Mike, geht’s auch eine Eskalationsstufe niedriger? Worum geht es hier eigentlich? Eine Frau Schnutinger, die ich nicht kenne (was aber nichts heißt, mir alten Sack entgeht mittlerweile vieles), die aber im Netz als Kabarettistin unterwegs sein soll, hat sich an der eher schlicht oder sogar schlecht gemachten Vodafone-Kampagne beteiligt. Und das Blog, das mich nicht schätzt, das ich aber sehr schätze, hat ihr nachgewiesen, daß sie dabei gelogen hat. Die Kommentare tobten ein bißchen, manch einer vergriff sich im Ton, andere mahnten zu mehr Gelassenheit. An sich ein ganz normaler Vorgang innerhalb der Blogosphäre, selbst, daß Frau Schnutinger die Reißleine zog und ankündigte, nicht mehr zu bloggen (wobei sie irgendwie Weblogs und Web 2.0 vermischte, aber auch das ist normal), ist noch kein Grund sich aufzuregen. Auch wenn ich die Entscheidung unverständlich finde, sie machte Netzkabarett, verstand vermutlich also durchaus auszuteilen, also sollte sie auch einstecken können, aber egal … warum sich aufregen? In der Sache geht es hier noch nicht einmal um neue oder alte Medien, sondern um Werbung und darum, wieviel Lügen sie verbreiten darf. Und um den alten (guten) journalistischen Grundsatz der Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten. Oder um die Feststellung, daß die Okkupation des Webs durch Sascha Lobo den Kommerz noch nicht vollständig gelungen ist. Das ist doch eine gute und wichtige Diskussion, oder? Danke für Eure Aufmerksamkeit.

































IMHO alles nur heisse Luft. Ich finde Klassenkampf viel wichtiger.