Bahnsteigdurchsage heute früh: »Sehr geehrte Fahrgäste. Wegen zusätzlicher technischer Untersuchungen verkehrt die S-Bahn derzeit unregelmäßig. Wir bitten um Entschuldigung.«
Da wurden jahrelang dringend notwendige Wartungsarbeiten sträflich vernachlässigt, um die Bahn für den Börsengang schönzuschminken. Und jetzt tut man so, als wäre eine Naturkatastrophe über die Berliner S-Bahn hereingebrochen. Die Folgen trägt mal wieder die Bevölkerung.
Zur Erinnerung an unsere autofahrenden Politiker (zum Mitschreiben):
- Etwa 50 Prozent der Berliner Haushalte besitzen keinen PKW. Sie sind auf den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) angewiesen. Und genau deshalb trägt er das »öffentlich« im Namen und darf nicht privatisiert werden.
- Die Berliner S-Bahn war einmal das modernste Nahverkehrsmittel Europas. Ihr habt sie zu Schrott gespart.
Und nein, ich nehme die Entschuldigung nicht an. Ich bin sauer!

































…immerhin wurde bei Dir etwas angesagt; bei der S1 fiel kommentarlos einfach jede zweite Bahn aus – und entsprechend voll waren die, die dann fuhren.
Das hatte ich letzte Woche auf der S2, wo ohne Ansage über eine halbe Stunde gar nichts fuhr. Auf meine Beschwerde hin erhielt ich Tage später eine windelweiche Entschuldigung, die irgendetwas von Gleisstörungen bei Zeperndick vorschob.
Sehe das auch so mit den «öffentlichen» Verkehrsmitteln. Wenn die so weiter machen, dann haben wir hier bald Verhältnisse wie in Großbritannien und es wird erst etwas unternommen wenn eine ausreichend schockierende Anzahl an Unfalltoten wegen mangelnder Wartung und Modernisierung zu beklagen ist.
PPP am Arsch!
Verwöhnte Berliner
Hier im Ruhrpott, mit ähnlich hoher oder höherer Bevölkerungsdichte, kommen die S-Bahnen laut Plan im 20 Minuten-Takt. 10 Minuten wären ja ein Traum. Und wenn eine davon ausfällt, dann gibt es nicht wenige Bahnhöfe, deren Mitteilungstechnik (Anzeigen, Lautsprecher) nicht funktionieren, so dass man darüber nicht einmals informiert wird.