Fröhliche Western (1): Spiel mir das Lied vom Tod
Ich möchte Euch über die Osterfeiertage je mit einem Ausschnitt aus einem legendären und legendenhaften Westernfilm unterhalten. Den Anfang dieser Mini-Serie soll
Sergio Leones teilweise in Amerika gedrehter Italo-Western
Spiel mir das Lied vom Tod (C'era una volta il West / Once Upon a Time in the West) machen, der Western, der den Begriff »Horse Opera« wirklich ernst nahm:
(Trailer zu »Spiel mir das Lied vom Tod«)
Leones Legende vom Sieg der Eisenbahn über die Grenze, der Zivilisierung des Westens durch das Kapital und das »amerikanische Matriarchat« (im Film ironischerweise verkörpert durch die wunderbare
Claudia Cardinale) wäre nämlich ohne die Musik
Ennio Morricones und der Idee,
Charles Bronson als Mundharmonikaspieler zu besetzen, bei weitem nicht so erfolgreich gewesen.
(Das legendäre Show Down)
Gegenspieler Bronsons ist
Henry Fonda, dessen stahlblaue Augen niemals so gut kamen, wie in diesem, legendären Show-Down. Und nur Bronson, dessen Gesicht so zerknittert ist, daß man damit eine Eisenbahn stoppen könnte (so Leone in einem Interview) kann diesen Augen gewachsen sein. Doch OK, der Film ist Kult (allerdings nur in Europa, in Amerika, wo er zuerst nur in einer gekürzten Fassung auf den Markt kam, fand er kaum Zuschauer), Ihr kennt ihn alle, und falls Ihr ihn noch nicht auf DVD besitzt, könnt Ihr ihn natürlich hier kaufen. In diesem Sinne: Fröhliche Ostern sind fröhliche Western.
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