Yepp, klappt! MegaPOV auf Intel-Macs
Das letzte Programm, das nicht auf meinem MacBook Pro spielen wollte, war ja bekanntlich der freie Raytracer Persistance of Vision (POV-Ray). Doch vor zwei Monaten machte mich einer meiner Leser auf MegaPOV aufmerksam, eine inoffizielle Version mit etlichen Erweiterungen, die es sogar als Universal Binary gibt. Und die lange Bahnfahrt gestern gab mir die Gelegenheit, MegaPOV endlich einmal zu testen.
Und was soll ich sagen? MegaPOV spielt nicht nur wunderbar mit meinem Intel-Mac, sondern es ist auch rasend schnell. Selbst komplexere Bilder, die auf meinem G5 noch etliche Minuten gebraucht haben, werden in wenigen Sekunden herausgerendert. Allerdings fehlen (wohl aus Lizenzgründen) fast alle Include-Dateien der offiziellen POV-Ray-Distribution, so daß man sich diese noch herunterladen und sicherstellen muß, daß MegaPOV diese auch findet. Doch dabei wird man von einem GUI gut unterstützt.
Wie der Screenshot zeigt, besitzt MegaPOV vier wichtige Fenster: Einmal den Editor, der bei diesem textbasierten Raytracer die wichtigste Arbeitsumgebung ist, dann ein Fenster, indem man die wichtigsten Voreinstellungen für seine Datei treffen kann und das auch gegebenenfalls (zum Beispiel bei Animationen) die ini-Datei herausschreibt. Schließlich ein Fenster, das die Fortschritts- und Fehlermeldungen ausgibt und last but not least das gerenderte Bild selber. Auch wenn ich mir die Möglichkeit gewünscht hätte, meinen Leib- und Magen-Editor einzubinden, man kann mit dem eingebauten Editor leben. Er besitzt alle notwendigen Funktionen.
Und zu guter Letzt möchte ich noch einmal auf das Buch »3D-Welten. Professionelle Anwendungen und fotorealistische Grafiken mit Raytracing« von Toni Lama hinweisen. Es ist — trotz seiner Windows-Zentriertheit — eine wunderbare Einführung in POV-Ray und das Testbild auf obigem Screenshot habe ich auch nach einem Beispiel aus diesem Buch erstellt.
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Posted by Jörg Kantel | Permalink | | | Computergraphik



