Spaß mit Grapher: Minimalflächen
Minimalflächen wurden im Jahre 1760 von Joseph-Louis Lagrange als die Flächen definiert, deren mittlere Krümmung verschwindet. Anschaulicher ist aber die Definition der Minimalfläche als einer Fläche, deren Flächeninhalt im Vergleich zu allen Flächen, die die gleiche Randlinie haben, minimal ist. Noch anschaulicher ist die Vorstellung, daß die Minimalfläche den Seifenhäuten zwischen einer beliebigen Drahtkonstruktion entspricht. Und tatsächlich verbrachte der Wissenschaftler Joseph A. Plateau (1801 - 1883) Jahre seiner Forschung damit, Drahtschlingen durch Seifenschaum zu ziehen. Das Zeltdach des Münchner Olympiastadions ist wohl die bekannteste praktische Anwendung dieser mathematischen Theorie.
Obige Enneperfläche ist eine der bekanntesten Minimalflächen, vor allem, weil ihre mathematische Definition relativ simpel ist:
enneper(u, v) = (u - u3/3 + uv2, v - v3/3 + vu2, u2 - v2)
Trotzdem ist sie wegen ihrer Selbstdurchdringungen ziemlich schwer darzustellen. Doch Grapher schafft das nach Eingabe der Formel spielend. Beachtet bitte die Schatten, die die Fläche auf die Wände und auf den Fußboden wirft: Sie »beweisen«, daß die Enneperfläche in der Mitte ein Loch hat. Die Grapher-Datei (.gcx, 156 KB) habe ich wieder zu Eurem Vergnügen zum Download abgelegt.
[Literatur]: Alfred Gray: Differentialgeometrie, Heidelberg (Spektrum Akademischer Verlag) 1994. Das Buch enthält neben der Theorie eine Vielzahl von Abbildungen und Mathematica-Programmen.
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Was ist ODF?
Wo ich doch unten schon die Meldung über Neo Office hatte: The OpenDocument Format (ODF), »an open source file format standard for electronic office documents, is poised to change the world from an application-centric model of computing to a document-centric model. Sam Hiser looks at this new standard, how it implements XML for office documents, the technical and political wranglings in the standard, available tools, applications that offer ODF support, who's implementing ODF, and more.« Ausdrucken! [Meerkat: An Open Wire Service: O'Reilly Network]
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Für den SysAdmin
Demystifying LDAP: »Is LDAP a database or a protocol? Is it understandable and deployable without reading a thousand pages of explanation and documentation? Brian Jones untangles some of the myths and legends about LDAP to explain what it is, why it's useful, and how to put it to productive use.« [Meerkat: An Open Wire Service: O'Reilly Network]
[Related Reading]: Aus dem Buch LDAP System Administration das Kapitel 7: Email and LDAP (
1,2 MB).
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Neo Office 2.0
Erste Beta-Version ist fertig. Die Open-Office-Variante bringt Cocoa-Unterstützung auch für Intel-Macs. Ich habe mir gestern eine Alpha-Version heruntergeladen — das geht, ohne Knete abdrücken zu müssen. Das Benutzerinterface ist an einigen Stellen noch gewöhnungsbedrüftig (sprich: nicht richtig Cocoa-like), ansonsten sieht das Teil aber schon sehr gut aus. Ich habe allerdings bisher nur die Tabellenkalkulation angetestet, denn bekanntlich schreibe ich nicht in einer Office-Umgebung (bäh!), sondern in dem Editor meines Vertrauens mit LaTEX. Aber wer so einen Office-Klon braucht... [Golem.de]
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Wegen Israels Kriegspolitik
Führender PHP-Programmierer schmeißt hin: Der Finne Jani Taskinen war in den letzten sechs Jahren ein wichtiger Programmierer im Open-Source-Projekt PHP. Jetzt hat er aufgegeben und will mit PHP nichts mehr zu tun haben. Grund dafür ist offenbar der Nahost-Konflikt zwischen Israel und Libanon und insbesondere die Bombardierung eines UN-Beobachtungspostens durch Israel, bei dem vergangene Woche angeblich versehentlich vier Blauhelme ums Leben kamen. Die Firma Zend, die PHP kommerzialisiert und für Unternehmen supportet, sitzt in Israel. [Computerwoche Online]
Ich war ja nie ein besonderer Freund von PHP, was aber nichts mit Zend und/oder Israel zu tun hatte, sondern mit dem schlechten und sicherheitsanfälligen Design der Sprache. Trotzdem: Respekt vor dem Schritt von Jani Taskinen. Es kann manchmal notwendig sein, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen.
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Security-Update: WordPress 2.0.4
Für die populäre quelloffene Blog-Software WordPress gibt es ein Sicherheits-Update auf Version 2.0.4. Eine Installation wird allen Nutzern dringend empfohlen. [Computerwoche Online]
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Grenzen der Spambekämpfung
Alfred Krüger philosophiert darüber, warum sich Spam nicht per Gesetz verbieten läßt. [Telepolis News]
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Ab heute Recht Schlechtschreiben?
Denn »die neue Rechtschreibung ist unlernbar«: Prominente Gegner der Rechtschreibdeform warnen: Es werde lange dauern, die »Folgeschäden« der Reform zu überwinden. [Netzeitung.de]
Ich kann mich nur wiederholen: Für den Schockwellenreiter gilt nach wie vor mein Duden aus dem Jahre 1967. Und daran wird sich solange nichts ändern, bis die Politiker ihre Finger von der Sprache lassen.
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Bayreuth statt Beirut
Was darf die Satire? Alles! Er finde es »immer schön, wenn man Humorgrenzen testen kann«, sagt der Satiriker Wiglaf Droste. Und das tat er dann auch: »Bayreuth verdiene es, von Israel bombardiert zu werden«, schrieb er in der taz. Denn: »Es ist ein prächtiger Arschgeigenreigen, der sich jährlich in Bayreuth aufmandelt und aufmauschelt: Autohausbesitzer, die in Kultur machen, Damen wie Mutti Roth, Muschi Stoiber oder Gewaltaprikose Angela Merkel, und obendrein reicht man die dazu passenden Künstlerhalunken.« [Netzeitung.de Medien]
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Google Earth entlarvt Hakenkreuz-Brunnen
Google Earth macht es möglich: In einer belgischen Kleinstadt wird jetzt ein Brunnen umgebaut. 27 Jahre lang hatte sich niemand an seiner Hakenkreuz-Form gestört. [Netzeitung.de Internet]
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Neuköllner Ritterkopf
Weiß jemand, wie man diese Fensterladenfeststeller sonst noch nennt?
Gesehen auf der Hermannstraße. [Photo: Gabi]
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Werner Seelenbinder
Heute vor zwei Jahren berichteten wir über Werner Seelenbinder, den von den Nazis im Zuchthaus Brandenburg am 24. Oktober 1944 ermordeten Neuköllner Arbeitersportler und Widerstandskämpfer, der morgen 102 Jahre alt geworden wäre. Kann man ja ruhig noch einmal daran erinnern...
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Happy Birthday, OPML-Editor
Heute vor einem Jahr hatte ich mir zu Testzwecken auch so ein Dave-Winer-Lookalike-Weblog zugelegt. Obwohl das Teil eigentlich ein ziemlich nettes Spielzeug ist, bin ich dann doch bei meinem selbstgestrickten Tool geblieben. Einmal, weil ich nicht herausbekommen habe,wie man den voreingestellten Server umbiegen kann und wie man den Sync-Mechanismus von XML-RPC auf (S)FTP umstellt, zum anderen aber auch, weil ich bei meinem eigenen Frontier-Tool (
) die Richtung der Entwicklung selber bestimme. Und zum dritten schließlich, weil die Leute auf Frontierkernel.org unheimlich nett und hilfsbereit sind. Muß schließlich auch einmal gesagt werden. ![]()
Aber der OPML-Editor (
) ist auch ein schönes Spielzeug. Wer ein Werkzeug abseits des Mainstream sucht, weil sie zum Beispiel das Editieren im Browser leid ist, sollte durchaus mal mehr als einen Blick riskieren. Und wenn sie dann herausbekommen hat, wie man den Server umbiegt, möge sie mir bitte Bescheid geben.
Und weil noch so wenige einen Outliner als Editor nutzen, erkläre ich dieses zum »Google des Tages«.
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Mediadaten
Wie immer zum Monatsanfang ein paar Zahlen, auch »Mediadaten« genannt: Im heißen Sommerlochmonat Juli 2006 hatte der Schockwellenreiter laut seinem Sitemeter immerhin noch gute 160.000 PageViews und mehr als 85.000 Visits. Wie immer danke ich allen meinen Leser und...
bleibt mir gewogen!
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