Marx reloaded: Die Widerkehr des ordinären Kapitalismus, Letzter Teil
Im letzten Teil seiner Miniserie zieht Winfried Wolf eine Bilanz über die aktuelle Phase des Kapitalismus: Krisen, Krach und Krieg. »Die fünffache Bilanz lautet: Der allein übriggebliebene Kapitalismus (
) ist in keiner Weise in der Lage, die elementaren Bedürfnisse der jetzt lebenden Menschen und der nächsten Generation zu befriedigen. Im Gegenteil: Auf allen hier behandelten Ebenen zeichnet sich eine weitere dramatische Verschärfung der Widersprüche ab. Karl Marx: »Die kapitalistische Produktion entwickelt [...] nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.« (MEW 23, S.529 f.) Daher, so Marx an anderer Stelle, wird dem Kapital »der Rat gegeben, abzutreten und einer höheren Stufe der Produktion Platz zu machen.« (Grundrisse, S.636)« [Junge Welt]
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Via, via, vieni via con me
Zum Jahresbeginn singt Paolo Conte für Euch Via con me (MP3, 2:46 min., 2,5 MB):
It's wonderful, it's wonderful,
It's wonderful
good luck my babe, it's wonderful,
it's wonderful, it's wonderful,
I dream of you...
Und als Zugabe wünscht er Euch glückliche Füße (Happy Feet, MP3, 3:25 min., 3,1 MB).
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Und auch zum Jahresbeginn wieder ein wenig Statistik
Wie immer zu Beginn eines Monats ein wenig Statistik — hochtrabend auch Mediadaten (
) genannt: Im Dezember 2005 hatte der Schockwellenreiter laut seinem Sitemeter weit über 250.000 Page Views und gute 125.000 Visits. Für einen so mit Feiertagen vollgestopften Monat wie den Dezember ist das ein gutes Ergebnis. Ich danke allen meinen Lesern und bleibt mir gewogen...
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Die göttliche Inspiration der Musik
2006 wird ein musikalisches Jahr...
Der Finger der Poesie weist auf einen Horizont jenseits des unmittelbar Ersichtlichen. [Bild: Nicolas Regniér (1590-1665)]
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Der Photostart ins neue Jahr
flickr-Group 1st Photo of 2006!.
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Guten Morgen —!
Den Neujahrsmorgen beginnt man mit einem Gedicht. Hier ist es:
Ich blick zurück. Das tu ich alle Jahre.
Und immer mit demselbigen Sükzeh.
Es überhingen deine blonden Haare
mit Blüten, Sommerstaub und Herbst und Schnee.
Oh, Publikum! So wars bei mir persönlich.
Und euch? Was hat denn euch das Jahr gebracht?
Wir waren guter Hoffnung — wie gewöhnlich —
wir warteten auf Dämmerung in der Nacht.
Wir warteten an Depositenkassen,
wir warteten beim Kohlenkommissar,
wir warteten in Volksversammlungsmassen —
wir warten, warten, warten — —
welches Jahr!
Wir warteten auf unsre Kriegsgefangenen,
wir warteten auf neue Menschlichkeit,
wir warteten aufs Sterben des Vergangenen —
wir warteten auf Frieden —
welche Zeit!
Bilanz: Das Ding ist diesmal nichts geworden.
Prozente: Null. Der Stand des Ladens: flau.
Rechts: Reaktion — links: Bolschewistenhorden.
Bleibt in der Mitte schließlich —: nur die Frau.
Ihr, die ihr guckt aus sanftverklebten Liedern
in diesen Neujahrstag — grüßt sie von mir! —
Wir warten weiter unter einem niedern
und grauen Weltenhimmel — wir sind wir!
Wir warten weiter. Mag der Kosmos krachen:
Prost Neujahr!
Nur die Ruhe kann es machen.
(Kurt Tucholsky)
Am 21. Dezember 1935 ist Kurt Tucholsky (
) in Schweden freiwillig aus dem Leben geschieden. Ab dem heutigen Tag ist er somit den Klauen von Raddatz und Rowohlt entrissen. Ihr dürft ihn abdrucken. Ehrt die toten Dichter, indem Ihr sie bringt.
Und Kurt Tucholsky ist der »Google des neuen Jahres«.
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