Eine kleine Nachtmusik
Eigentlich wollte ich die Kiste schon abschalten, aber dann priesen die hochgeschätzten Bloggerkollgen Gershwins Rhapsody in Blue (MP3, 5:28 min., 5,0 MB) an. Und das wollte ich Euch nicht vorenthalten. [Industrial Technolgy & Witchcraft]
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Zwei Frontier-Tips
[Seltsame URLs]: Manche Wikis produzieren seltsame URLs, z.B. zum Film Heaven's Gate ein URL mit einem typographischen Hochkomma. Diese URLs bringen Frontier gnadenlos zum Absturz und zwar so heftig, daß man das entsprechende Dokument nicht mehr öffnen kann. Ob es daran liegt, daß dieses Wiki mit der Software einer ebenso seltsamen Firma aus Redmond betrieben wird?
[Datenbank reorganisieren]: Alle Datenbanken, so auch die Datenbanken (odb) von Frontier müssen in regelmäßigen Abständen »reorganisiert« werden, das heißt, die Einträge werden wieder zusammengefaßt und freigewordenener Speicherplatz wird freigegeben. Während das früher eine ziemlich umständliche Prozedur war, reicht es heute im Menü »File« einfach »Save a Copy...« auszuwählen und schon hat man eine reorganisierte Kopie der odb von Frontier auf der Festplatte. Bei mir halbierte das gerade die Datenbankgröße.
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Lange Mini-Blogger-Treffen-Nacht
Gestern gab es nach langer Zeit mal wieder eines der berühmten (und berüchtigten) Mini-Blogger-Treffen im Sandmann, unserem verlängerten Wohnzimmer. Linda Link vom Klausener Platz traf auf das Kantel-Chaos-Team. Dem Gerücht, daß der reichliche Genuß von Rotwein und Bier Schuld an meiner wochenendlichen Blog-Abstinenz sei, muß ich aber energisch entgegentreten.
Schön war's, das machen wir bald wieder...
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Der Film, der ein Studio in den Ruin trieb
1980 drehte Michael Cimino den epischen Spätwestern Heaven's Gate — das Tor zum Himmel. Es war ein breit angelegter Anti-Western im Stile Peckinpahs, eine pessimistische Abrechnung mit dem Mythos des »Goldenen Westens«, der ja zugleich auch der Gründungsmythos Amerikas ist. Der Film behandelt ein historisches Ereignis, die »Johnson County Wars«, in denen wohlhabende Viehbarone mit Hilfe gedungener Killer und der Unterstützung des Gouverneurs arme, osteuropäische Einwanderer vertreiben. Kris Kristofferson spielt den Marshall James Averill, der den Widerstand der Siedler gegen die Killer organisiert, aber das Blutbad dennoch nicht verhinder kann. Ihm zur Seite stehen die schöne Ella Watson (Isabelle Huppert), die in Johnson County ein Bordell betreibt und sein Rivale um die Gunst von Ella, Nate Champion (Christopher Walken).
Den Film wollte im Amerika der aufziehenden Reagan-Ära niemand sehen, selbst die hastig auf 150 Minuten gekürzte Kinofassung floppte. Der Film galt als unamerikanisch und unpatriotisch, die Johnson County Wars als Modell des aufkommenden Neoliberalismus, das wollte damals niemand sehen. In Europa hingegen galt der Film als Meisterwerk und wurde erst kürzlich wieder in einer restaurierten Fassung in voller Länge von 225 Minuten auf der Berlinale gezeigt. Die ARD zeigt heute nacht (0:55 Uhr, Show-View-Nr. 97-738-955) zwar nicht die restaurierte Version, aber immerhin eine 206 Minuten lange Fassung, die dem Original wohl schon ziemlich nahe kommt. Daher der dringende Rat an Euch: Videorekorder programmieren und mit einem hinreichend langen Band bestücken. (38)
Frank Arnold: Wie »Heaven's Gate« ein Filmstudio in den Ruin trieb.

