[One for the Night]
Flaco Jiminez: El Pantalon Blue Jean (MP3, 6,8 MB), Conjunto-Music vom Feinsten.
18 January
2004
2004
[Denn erstens kommt es anders...]
Wer sich über die Output-Orgie heute abend wundert, wo ich doch eigentlich erst Montag wieder bloggen wollte... Ich muß morgen sehr früh (für meine Verhältnisse) raus und komme daher dann nicht zum Bloggen. Wer also morgen — wie gewohnt — den Schockwellenreiter lesen will, der lese die Nachrichten von Sonntag. Es sind genug da.
Das nächste Update gibt es dann wieder Dienstag früh zur gewohnten Zeit.
Das nächste Update gibt es dann wieder Dienstag früh zur gewohnten Zeit.
[Neu in meiner Bibliothek]
(Ich war mal wieder am Grabbeltisch.) Darwins Würfel von Edward O. Wilson (München, Claassen-Verlag, 2000). Darin steht alles, was ihr über Biologie im Allgemeinen und Ameisen im Besonderen wissen wolltet...
(Auf den Seiten des Verlages suche ich schon gar nicht mehr, die taugen eh alle nichts. Die vom Perlentaucher sind viel, viel besser!)
(Ich war mal wieder am Grabbeltisch.) Darwins Würfel von Edward O. Wilson (München, Claassen-Verlag, 2000). Darin steht alles, was ihr über Biologie im Allgemeinen und Ameisen im Besonderen wissen wolltet...(Auf den Seiten des Verlages suche ich schon gar nicht mehr, die taugen eh alle nichts. Die vom Perlentaucher sind viel, viel besser!)
[Trecker...]
Spätestens seit der gestrigen Demo ist Gabi ganz fasziniert von Treckern (oder Traktoren). Und hat das hier gefunden: Einen Bauernhof aus Papier zum Selberbasteln. Inklusive Trecker. Herz, was willst du mehr?
[COREblog]
Wenn man diesem Weblogeintrag trauen darf, steht COREblog 0.6b vor der Tür. Ich bin gespannt. [Trivial Technologies]
[Happy Birthday, Cary Grant!]
Heute wäre Cary Grant 100 Jahre alt geworden. Die Netzeitung gratuliert. [Christoph C. per Email]
[Politiker-Dummschwätz]
Körtings Warnung vor der Ghettoisierung des Neuköllner Nordens hat ein paar weitere Dummschwätzer daran erinnert, daß sie ihren Senf noch dazugeben müssen. Besonders ahnunglos meldete sich Herr Buschkowsky (SPD), seines Zeichens Bezirksbürgermeister von Neukölln, zu Wort: »Wir müssen auch der Verwahrlosung des öffentlichen Raumes entgegenwirken und brauchen Ordnungsämter, die Leute sofort am Schlafittchen packen, wenn ihr Hund auf die Straße kackt.« Wie bitte? Wenn — wie heute früh an der Flughafenstraße/Ecke Karl-Marx-Straße — jemand blutend und schreiend auf der Straße liegt, dann kommt jemand vom Ordnungsamt und paßt auf, daß kein Hund auf die Straße kackt? Und dann ist alles in Ordnung? Das Opfer von Bandenkrieg, Messerstecherei oder (auch nur gewöhnlicher) Schlägerei wälzt sich dann eben nur noch in seinem eigenen Kot, Blut und Urin. Aber auf gar keinen Fall mehr in Hundescheiße. Und alles ist gut.
[Wunderschöner GIF-Film beweist:]
Frau W. war als erste auf dem Mars. Zusammen mit einer Banane und einem Sack. Und fütterte dort ein krawattentragendes Mars-Männchen mit Hund. Die tiefenpsychologische Deutung steht noch aus... [kebo 11]
[Ukulele]
Nein, auch ich denke bei Ukulele nicht an Stefan Raab, sondern erst einmal an Boing Boing's Ukulele Weblog und an Ernst von EGM, dem ich auch einmal eine Sammlung Ukulelen-Links spendieren durfte. Aber das, was die hochgeschätzten Bloggerkollegen (ich weiß, ich bin ein bißchen spät, aber gut Ding will Weile haben) da ausgegraben hatten, schlägt alles: »Petty Booka, ein zauberhaftes »ukelele-playing chorus duo from Tokyo — or is it Texas? Hawaii? If the moon is blue, they might even be from Kentucky«. Hier ein ganz zauberhaft kurzer Ausschnitt von Baby it's yours, auf dem man die zauberhaften Bookas weder singen noch Ukullellelle spielen hört.« Und die Videos erst! Ich gestehe: Seit letzter Woche bin ich ein unerschütterlicher Petty-Booka-Fan. Danke, Majo! [Industrial Technology & Witchcraft]
[Plone]
Bei O'Reilly gab es ein Interview mit Alexander Limi und Alan Runyan, den Männern hinter Plone. Und trotz »RSS-Totalüberwachung«
war mir dies durch die Lappen gegangen, so daß ich es erst bei Slashdot lesen mußte. [Slashdot]
[»How-To« Update]
How To Install Python and xmlrpclib on Windows, Linux, and Mac OS 9. [Python.Scripting.Com]
[RegEx]
Maintaining Regular Expressions. It's easy to get lost in complex regular expressions. Aaron Mackey offers a few tips and an ingenious technique to help you keep things straight. Ausdrucken! [Perl.com]
Maintaining Regular Expressions. It's easy to get lost in complex regular expressions. Aaron Mackey offers a few tips and an ingenious technique to help you keep things straight. Ausdrucken! [Perl.com]
[WebObjects]
Ein Link für Berndt, der hackt doch so gerne mit WebObjects rum: »For those who want to learn more about WebObjects, the ongoing series on MacDevCenter by Josh Paul is a good place to start. The introduction has since been followed by a second article entitled Using WebObjects "Direct to Web" Technology. The latest installment, More Practical Tips and Tricks, was just posted today.« [MacServers.org]
[Quote of the Day]
»Reality is merely an illusion, albeit a very persistent one.« — Albert Einstein [Linux Journal]
»Reality is merely an illusion, albeit a very persistent one.« — Albert Einstein [Linux Journal]
[Zope-Zeitplan]
Jim Fulton posted an updated Zope
2.8 release schedule. He hopes to have a release in March 2004. That would be a record-setting schedule for Zope, since they haven't
released 2.7 final yet. [Jeremy Hylton's Web Log]
2.8 release schedule. He hopes to have a release in March 2004. That would be a record-setting schedule for Zope, since they haven't
released 2.7 final yet. [Jeremy Hylton's Web Log]
[Rebloggeria]
Heise behauptet, Blogstats.de sei der Seismograph der deutschen Blogger-Szene. Und ich habe schon wieder vergessen, wie man Blogg.de anpingt.
[heise online news]
[Computergeschichte]
Heinz Nixdorf MuseumsForum frischt Ausstellung zur Computergeschichte auf. [heise online news]
[Dosenfleisch ii]
InfoWorld: MIT Spam Conference looks beyond filters. The webcast archives from the conference are available. [Hack the Planet]
[Schlangenfraß]
Peter Yared: wxPython DocView »is a port of the wxWindows docview framework to wxPython. The docview framework enables developers to create documents (such as Text, HTML, etc. documents) to store data and views that visualize and manipulate data.« [Daily Python-URL! (from the Secret Labs)]
[Mathematik goes Literatur]
Die Telepolis hat Dietmar Dath zu seinem neuen Buch »Höhenrausch« interviewed. Und eigentlich wollte ich auch auf das Buch verlinken, aber der Server des Eichborn-Verlages ist zur Zeit überlastet... [Telepolis News]
Die Telepolis hat Dietmar Dath zu seinem neuen Buch »Höhenrausch« interviewed. Und eigentlich wollte ich auch auf das Buch verlinken, aber der Server des Eichborn-Verlages ist zur Zeit überlastet... [Telepolis News]
[Scriptsprachen, die niemand braucht...]
Denn wer braucht schon einen Interpreter für einen anderen Interpreter? [blendobox News]
[Scriptsprache des Jahres]
Die Java-Republic hat die (Java-) Scriptsprache des Jahres 2003 gekürt. And the winner is... [blendobox News]
[Akkordeon, ein schöner Ton]
Im neuen Zeit-Weblog gefunden: NPR: Honky Tonks, Hymns & the Blues: American Music From Back Roads to Big City ist eine sehr schöne Website über Ursprung und Geschichte der populären US-Musik (1900-1950). Besonders fasziniert hat mich der Part 8: Música Norteña: Accordion on the Texas Border mit einem Interciew mit der texanischen Akkordeon-Legende Flaco Jiminez. Leider sind alle Audio-Daten im proprietären .ram-Format. [Fundsachen]
[Neues aus Nigeria]
Auch die Geier vom Register haben Spaß mit der Nigeria-Connection: Internet fool's gold sparks Nigerian fiasco. The politics and money surrounding ».ng«. [The Register]
Auch die Geier vom Register haben Spaß mit der Nigeria-Connection: Internet fool's gold sparks Nigerian fiasco. The politics and money surrounding ».ng«. [The Register]
[Patentwahn]
Patent lawyer puts claim to entire Internet. NSI and Register.com at end of ridiculous lawsuit. [The Register]
[Verriß]
Thomas Immanuel Steinberg hat sich in der Jungen Welt Stefan Krempls jüngstes Buch Krieg und Internet: Ausweg aus der Propaganda? vorgenommen und befindet, daß er nur an der Oberfläche kratzt: »Krempl schätzt offenbar die untersuchten linken Warblogs und Weblogs, doch auch sie ordnet er oberflächlich ein. Zum Beispiel referiert er einige der von net-time getroffenen Bewertungen der Bush-Politik: Bushs Rhetorik trage totalitäre Züge, er halte sich für ein Werkzeug Gottes, und seine Export-Revolution erinnere an sowjetischen Revolutionsexport. Wenn endlich Volk und Bush gar nicht mehr miteinander übereinstimmten, heiße es plötzlich: Ein echter Führer führt, er folgt nicht – und das ertöne aus Mündern von Machthabern, die sonst obsessiv auf die Ergebnisse von Meinungsumfragen schauen. Das sind, legt Krempls Gesamtargumentation nahe, diskutable Ansichten, doch der Autor irritiert den Leser mit dem Folgesatz: »Und munter weiter geht es bei den Nettimern mit Griffen in die Mottenkiste der Propagandaklassiker...« [...] Im Buch fehlt ein brauchbares Verständnis von Gesellschaft. Von Hobbes, von Adam Smith, Marx, Pareto oder Max Weber, von Hannah Arendt oder Judith Butler ist keine Spur. Den Skandal aller bisherigen Gesellschaften, die Herrschaft, bringt Krempl nicht auf den Begriff. Im Herrschaftsverhältnis aber wären bürgerliche Zeitungen und neue Medien zu verorten, aus ihm erschlösse sich erst, worüber die Pressehunde tatsächlich wachen. Erst begriffene Herrschaft öffnet den Blick für Tore zur Freiheit, ob sie nun Internet heißen oder Süddeutsche Zeitung. Vom Eigentum an Medien, Ressourcen und Produktionsmitteln überhaupt wäre zu handeln und von Lohnabhängigkeit.« [Junge Welt]
Thomas Immanuel Steinberg hat sich in der Jungen Welt Stefan Krempls jüngstes Buch Krieg und Internet: Ausweg aus der Propaganda? vorgenommen und befindet, daß er nur an der Oberfläche kratzt: »Krempl schätzt offenbar die untersuchten linken Warblogs und Weblogs, doch auch sie ordnet er oberflächlich ein. Zum Beispiel referiert er einige der von net-time getroffenen Bewertungen der Bush-Politik: Bushs Rhetorik trage totalitäre Züge, er halte sich für ein Werkzeug Gottes, und seine Export-Revolution erinnere an sowjetischen Revolutionsexport. Wenn endlich Volk und Bush gar nicht mehr miteinander übereinstimmten, heiße es plötzlich: Ein echter Führer führt, er folgt nicht – und das ertöne aus Mündern von Machthabern, die sonst obsessiv auf die Ergebnisse von Meinungsumfragen schauen. Das sind, legt Krempls Gesamtargumentation nahe, diskutable Ansichten, doch der Autor irritiert den Leser mit dem Folgesatz: »Und munter weiter geht es bei den Nettimern mit Griffen in die Mottenkiste der Propagandaklassiker...« [...] Im Buch fehlt ein brauchbares Verständnis von Gesellschaft. Von Hobbes, von Adam Smith, Marx, Pareto oder Max Weber, von Hannah Arendt oder Judith Butler ist keine Spur. Den Skandal aller bisherigen Gesellschaften, die Herrschaft, bringt Krempl nicht auf den Begriff. Im Herrschaftsverhältnis aber wären bürgerliche Zeitungen und neue Medien zu verorten, aus ihm erschlösse sich erst, worüber die Pressehunde tatsächlich wachen. Erst begriffene Herrschaft öffnet den Blick für Tore zur Freiheit, ob sie nun Internet heißen oder Süddeutsche Zeitung. Vom Eigentum an Medien, Ressourcen und Produktionsmitteln überhaupt wäre zu handeln und von Lohnabhängigkeit.« [Junge Welt]
[UniWut]
Gegen Sparmaßnahmen und Studiengebühren.

[Photo: Gabi]
[Weitere historische Handreichungen zu den Bauerkriegen und ihre Lieder]: Politik und Unterricht: Das schönste Land — Von Rittern, Bauern und Geistlichkeit, Historische Lieder aus dem deutschen Südwesten, Heft 2-3/2001. Das ganze Heft läßt sich auch als PDF (60 Seiten, 2,8 MB) herunterladen.
Und dann hat Heiner Jestrabek vom Deutschen Freidenker-Verband Ostwürttemberg noch eine schöne Seite zusammengestellt: Der große Bauernkrieg 1525 in Ostwürttemberg. Leider fehlen mittlerweile wohl einige Bilder...

[Photo: Gabi]
Die Bauern sind einig geworden
Jetzt sing ich von den Bauern
Und ihrem Regiment.
Manch einer nennt sie Lauren
Und weiß noch nicht das End.
Es tun's Schinder und Schaber,
Die treiben Übermut;
Hüt't euch, ihr Wucherknaben,
Es tut in die Läng' nicht gut.
Ein Geier ist ausgeflogen
Im Hegau am Schwarzwald,
Der hat viel Junge erzogen
Bei den Bauern überall.
Sie sind aufrührig geworden
In deutscher Nation
Und haben ein' eignen Orden.
Vielleicht haben sie Lohn davon.
Sie sind ins Feld gezogen,
Ihr keiner wollt' lassen ab,
Ist wahr und nicht erlogen,
So mancher Bauernknab.
Sie haben zusammen geschworen,
Dem Adel Leid zu tun,
Sie haben ihn fest geschworen.
Was wird ihn'n werd zu Lohn?
Die Bauern sind einig geworden
Und kriegen mit Gewalt!
Sie haben ein'n großen Orden,
Sind aufständig mannigfalt.
Und tun die Schlösser zerreißen
Und brennen Klöster aus;
So kann man uns nicht mehr beschei0en,
Was soll ein bös' Raubhaus?
Text: Conz Annahans und weitere anonyme Verfasser um 1526, Musik: Dieter Süverkrüp
Nach Quellen, die W. Steinitz (Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters aus sechs Jahrhunderten, Band 1 und Band 2, Berlin, Akademie-Verlag) 1955 und 1962) in Band 1, Seite 16/17 anführte, hat Conz Annahans die Verse etwa 1526 geschrieben und gesungen. Bald griffen die Bauern das Lied auf und erfanden neuen Verse. Der Text ist durch Gerichtsakten überliefert. Im Original hat das Lied 10 Strophen, die hier in der Reihenfolge etwas verändert wurden. Die Melodie schrieb Dieter Süverkrüp nachzeitgenössischer Musik.
Quelle: Annemarie Stern (Hg.): Lieder gegen den Tritt. Politische Lieder aus fünf Jahrhunderten, Oberhausen (Asso-Verlag) 1972
[Weitere historische Handreichungen zu den Bauerkriegen und ihre Lieder]: Politik und Unterricht: Das schönste Land — Von Rittern, Bauern und Geistlichkeit, Historische Lieder aus dem deutschen Südwesten, Heft 2-3/2001. Das ganze Heft läßt sich auch als PDF (60 Seiten, 2,8 MB) herunterladen.
Und dann hat Heiner Jestrabek vom Deutschen Freidenker-Verband Ostwürttemberg noch eine schöne Seite zusammengestellt: Der große Bauernkrieg 1525 in Ostwürttemberg. Leider fehlen mittlerweile wohl einige Bilder...


