[Deutsches Sprach, schweres Sprach]
Und damit Ihr während meiner Blogpause morgen auch etwas zu lesen habt, lest doch mal Mark Twain: Die schreckliche deutsche Sprache. »Es gibt ganz gewiss keine andere Sprache, die so unordentlich und systemlos daherkommt und dermaßen jedem Zugriff entschlüpft. Aufs Hilfloseste wird man in ihr hin und her geschwemmt, und wenn man glaubt, man habe endlich eine Regel zu fassen bekommen, die im tosenden Aufruhr der zehn Wortarten festen Boden zum Verschnaufen verspricht, blättert man um und liest: „Der Lernende merke sich die folgenden Ausnahmen.“ Man überfliegt die Liste und stellt fest, dass es mehr Ausnahmen als Beispiele für diese Regel gibt.« [Christoph C. per Email.]
14 January
2004
2004
[UniWut]
Nur damit Ihr es nicht vergeßt. Es schadet nicht, sich morgen ab 12:00 Uhr an dem Kundgebungsring rund um das Abgeordnetenhaus zu beteiligen. Im Gegenteil: Da werdet Ihr nicht dümmer von...

Die Treffpunkte sind:

Die Treffpunkte sind:
- Potsdamer Pl./Leipzigerstr.
- Leipziger/Wilhelmstr.
- Stresemann/Niederkirchnerstr.
- Wilhelm/Niederkirchnerstr.
- Stresemann/Anhalterstr.
- Wilhelm/Anhalterstr.
[Päuschen]
Morgen bin ich in Leipzig, um den dortigen Max-Planck-Instituten Zope und Plone schmackhaft zu machen. Erwartet daher morgen kein Update — es wird keines geben.
[Wahre Autorität]
...nur mit Schnauzbart! »Die Polizei im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh zahlt ihren Beamten Belohnungen, wenn sie einen Schnurrbart tragen. Ein stattlicher Schnäuzer sei ein "wirksames Instrument", um die Einhaltung der Gesetze durchzusetzen, sagte der Polizeichef. Deshalb bekämen die Polizisten eine Prämie von umgerechnet 60 Cent pro Monat fürs Schnurrbart-Tragen.« Ich lasse mir wieder einen Schnauz stehen! Dann werde ich endlich ernst genommen! [Von Gabi in der Berliner Zeitung entdeckt].
...nur mit Schnauzbart! »Die Polizei im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh zahlt ihren Beamten Belohnungen, wenn sie einen Schnurrbart tragen. Ein stattlicher Schnäuzer sei ein "wirksames Instrument", um die Einhaltung der Gesetze durchzusetzen, sagte der Polizeichef. Deshalb bekämen die Polizisten eine Prämie von umgerechnet 60 Cent pro Monat fürs Schnurrbart-Tragen.« Ich lasse mir wieder einen Schnauz stehen! Dann werde ich endlich ernst genommen! [Von Gabi in der Berliner Zeitung entdeckt].
[Weblog-Artikel]
Die FAZ räsoniert über Weblogs und Politik: »Nach gängigem Reiz-Reaktions-Schema ein attraktiver Anlaß für den kulturpessimistischen Reflex: Es geht um Amerika, es geht um Politik, um die kommenden Präsidentschaftswahlen. Der Großteil der jungen Leute, und damit die am schwersten erreichbare Wählergruppe, bezieht ihre politische Orientierung nicht länger hauptsächlich aus den klassischen Medien, sondern aus Comedy-Shows und dem Internet. Damit sind nicht etwa journalistische Angebote gemeint, sondern Weblogs und ähnliche persönliche Seiten. Als "partisanenhaft" bezeichnet das "Pew Research Center For The People And The Press" solche Websites in seiner Studie zur politischen Informationsbeschaffung der Amerikaner, die an diesem Sonntag vorgestellt worden ist.«
[Ablage]
Wegen Mecker und so...

Da einige in den Kommentaren über mein Ablagesystem gemeckert hatten: Das da oben ist noch mehr ungelesenes Zeug. [Photo: Gabi]

Da einige in den Kommentaren über mein Ablagesystem gemeckert hatten: Das da oben ist noch mehr ungelesenes Zeug. [Photo: Gabi]
[Sachphotographie]
Gibt es ein Recht am Bild der eigenen Sache? Das OLG Köln verneinte, mehr im Jurawiki. [netbib weblog]
[Feed-Reader]
Die Public Beta des Newsreaders NewsMac 3 (Donationware) erlaubt u.a. den Export von RSS-Headlines und Headern auf Palm-PDAs oder den iPod. Allerdings beherrscht NewsMac keine Bilder und interpretiert manche HTML-Tags eigenwillig. [Industrial Technology & Witchcraft]
Die Public Beta des Newsreaders NewsMac 3 (Donationware) erlaubt u.a. den Export von RSS-Headlines und Headern auf Palm-PDAs oder den iPod. Allerdings beherrscht NewsMac keine Bilder und interpretiert manche HTML-Tags eigenwillig. [Industrial Technology & Witchcraft]
[Kakao]
Schon lange kein Programmier-Tutorial mehr hier gehabt: Learning Cocoa: Repurposing Variables. You can massage your variable string in many different ways: you can print it, change its contents, reconstruct it, and lots of other things to mutate it from one state into another. Seth Roby shows you some handy ways to get more from your variables when programming in Cocoa. Ausdrucken! [O'Reilly MacDevCenter.com]
[Python und XSL]
Kimbro Staken: Writing libxslt extension modules in Python »A while back I wrote up a quick post on writing libxslt extension functions in Python. Writing extension functions allows you to easily call python code from within an XSL-T stylesheet. I wanted to add a little more detail to that post and show how you can build extension modules instead of just single functions.« [Daily Python-URL! (from the Secret Labs)]
[Dosenfleisch]
Random Acts of Spamness. One of spammers' latest tricks is messages that include random lists of words. This type of message may have no meaning, but it certainly has a function — defeating filters. By Michelle Delio. [Wired News]
Random Acts of Spamness. One of spammers' latest tricks is messages that include random lists of words. This type of message may have no meaning, but it certainly has a function — defeating filters. By Michelle Delio. [Wired News]
[Elite-Diskussion]
Hochschulexperte: »Deutsche Unis besser als amerikanische.« [Stern.de Newsfeed - /]
[Delirant isti, Mathematicae]
Zwanzigeins statt einundzwanzig. Ein Bochumer Mathematikprofessor macht sich dafür stark, daß Schüler künftig »zwanzigeins« sagen dürfen - wie in den meisten anderen Sprachen. Da haben wir gerade eine mißglückte Rechtschreib»reform« hinter uns und schon folgt die nächste Schnapsidee. [Spiegel Online]
[Anders reisen]
Das machte meinen Tag: Bürgermeister boykottiert US-Biometrie. »Der Bürgermeister von Warschau, Lech Kaczynski, will aus Protest gegen die verschärften Sicherheitsbestimmungen an den US-Flughäfen nicht mehr in die Vereinigten Staaten reisen.« [futurezone.ORF.at]
[Blogs und Wikis]
Manche Dinge liegen irgendwie in der Luft. Da bereite ich einen Beitrag über Weblogs und Wikis vor und dann das: Blogs and Wiki: WikiAndBlog. [E-Business Weblog/Newsfeed]
[I love Trackbacks, too]
Auch Martin Röll mag Trackbacks. Und deswegen gönnen wir ihm jetzt einen.
[Das E-Business Weblog]
[Diebstahl?]
Ziemlich interessante Position, daher Vollquote aus einem juristischen Blog: »Sascha Kremer kritisiert einen kurzen Beitrag von Aaron Swartz, der unter anderem die Behauptung enthält, dass Download von Dateien kein Diebstahl ist.
Ich habe dazu im Weblog von Kremer folgenden Kommentar geschrieben (hier auch mit Links):
Ich verstehe nichts von Juristerei, aber immerhin ist der Autor dieses Beitrags Juraprofessor und wird von daher schon wissen, was er schreibt. [LenzBlog Deutsch]
Ich habe dazu im Weblog von Kremer folgenden Kommentar geschrieben (hier auch mit Links):
Aaron Swartz hat recht. De lege lata ist der Tausch von Musikdateien über das Internet kein Diebstahl. Tauglicher Gegenstand eines Diebstahles kann nur eine körperliche Sache sein.
Entgegenstehende Behauptungen sind Propaganda der Musikindustrie, die sich mit derartig farbiger Rhetorik bessere Ausgangspositionen für ihre rechtspolitischen Forderungen erhofft. Die Bezeichnung von Verstößen gegen das Urheberrechtsgesetz als "Diebstahl" oder "Piraterie" ist ungenau.
Dass die mit dem Download verbundenen Kopien nach geltendem Recht illegal sind, ist auch Swartz klar. Er weist nur darauf hin, dass sich leicht eine politische Mehrheit dafür finden lässt, diesen Zustand de lege ferenda zu ändern.
Den Vorworf an Swartz, er ignoriere die Interessen der Werkschaffenden völlig, kann erheben, wer nur die paar Worte von dem oben zitierten Beitrag liest. Wer sich dagegen die Mühe macht, etwa den Blog von Swartz zu verfolgen, wird schnell merken, dass er keineswegs verlangt, die Bezahlung für Werkschaffende einzustellen, sondern hierfür alternative Modelle unterstützt, die gerade deutschen Verhältnissen durchaus nahe stehen.«
Ich verstehe nichts von Juristerei, aber immerhin ist der Autor dieses Beitrags Juraprofessor und wird von daher schon wissen, was er schreibt. [LenzBlog Deutsch]
[Streit zwischen Strato und NSI]
So'ne komischen Mails hatte ich ja auch schon mal: »Der Berliner Webhoster Strato hat dem US-amerikanischen Domain-Registrar Network Solutions (NSI) per einstweiliger Verfügung untersagen lassen, mit von Strato gehosteten .com-, .net- oder .org-Domain-Inhabern zu kommunizieren, berichtet Heise-Online.« [advobLAWg]
[UniWut]
Gegen Sparmaßnahmen und Studiengebühren.

[Photo: Gabi]
SPD brüskiert Berliner Studenten. Studenten sagten als »klärendes Gespräch« getarnte Alibiveranstaltung mit dem Landesvorstand ab. [Junge Welt]
Landwirtschaft in Berlin: Bekommt das Fach an der Humboldt-Universität eine zweite Chance?
Ohne Sozialticket auch nicht weniger Kosten. In den Bezirken wächst die Kritik an der Abschaffung des BVG- und S-Bahn-Sozialtickets. In den Sozialämtern fürchtet man zusätzliche Kosten in Millionenhöhe sowie eine weitere, nicht mehr vertretbare Belastung der Mitarbeiter. [Berliner Zeitung]
Warum muss die Bildung das Opfer für diese Pläne sein?
Reiche werden immer reicher und die Gebildeten gehen ein!
Und auch die streikenden Stundenten singen (manchmal sogar Schnulzen
): Der HU-Streiksong (MP3, 5,3 MB). Und hier gibt es den Text und die Akkorde.

[Photo: Gabi]
SPD brüskiert Berliner Studenten. Studenten sagten als »klärendes Gespräch« getarnte Alibiveranstaltung mit dem Landesvorstand ab. [Junge Welt]
Landwirtschaft in Berlin: Bekommt das Fach an der Humboldt-Universität eine zweite Chance?
Ohne Sozialticket auch nicht weniger Kosten. In den Bezirken wächst die Kritik an der Abschaffung des BVG- und S-Bahn-Sozialtickets. In den Sozialämtern fürchtet man zusätzliche Kosten in Millionenhöhe sowie eine weitere, nicht mehr vertretbare Belastung der Mitarbeiter. [Berliner Zeitung]
Das Lied vom Roten Punkt
Die Straßenbahnaktionäre
die mächtigen Herren der Stadt
sind in der Finanzmisere
Sie werden aus Mangel nicht satt
Sie gehen in ärmlichen Lumpen
nur mageres Fleisch und Bein
Es sollen ein paar von ihnen
schon Hungers gestorben sein
Nun wackeln aber die Wände
Nun wird's uns aber zu bunt
Wir sagen: Die Ausbeutung hat mal ein Ende
und machen den Roten Punkt
Das ist ein erbärmliches Leben
als Straßenbahnaktionär
Man lebt von der Arbeit der andern
und hat nicht mal eine Gewähr
Gutmütig erhöht man die Preise
schon gibt es unten Geschrei
Man braucht doch seinen Unterhalt
und ruft die Polizei
Nun wackeln aber die Wände
Nun wird's uns aber zu bunt
Wir sagen: Die Ausbeutung hat mal ein Ende
und machen den Roten Punkt
Da kommen gebügelte Herren
vom würdigen Magistrat
und sagen, die Aktienmehrheit
sei fest in den Händen der Stadt
Was öffentlicher Besitz ist
das sei für uns alle da
Wir blicken uns treu in die Augen:
so ist es, ha ha ha ha
Nun wackeln aber die Wände
Nun wird's uns aber zu bunt
Wir sagen: Die Ausbeutung hat mal ein Ende
und machen den Roten Punkt
Ein öffentlicher Besitz. Ja,
aber wo ist die Öffentlichkeit?
Vielleicht zur Zeit auf Reisen?
Man sieht sie nicht weit und breit
Da werden Tarife beschlossen
Wir waren noch nie dabei
Wir sprächen da gerne ein Wörtchen mit
ganz öffentlich und frei
Sonst wackeln demnächst die Wände
Dann wird es uns aber zu bunt
Wir sagen: Die Ausbeutung hat mal ein Ende
und machen den Roten Punkt
Wer zahlt die enormen Steuern?
Und wer gibt sie wieder aus?
Also wer trägt die Steine zusammen?
Also wer ist der Herr im Haus?
Wer fährt in den rappelnden Kisten
und wer im Mercedes zur Stadt?
Wir sind die Öffentlichkeit und
wir haben das Zuzahlen satt.
Sonst wackeln demnächst die Wände
Dann wird es uns aber zu bunt
Wir sagen: Die Ausbeutung hat mal ein Ende
und machen den Roten Punkt
Text und Musik: Dieter Süverkrüpp
Die Protestbewegung gegen die Erhöhung der Fahrpreise lief seit Februar 1970. Autofahrer hefteten zum Zeichen, daß sie Pendler mit in die Stadt nahmen, einen roten Punkt an ihre Windschutzscheibe. Dieter Süverkrüpp sang das Lied auf mehreren Aktionen, zuerst in Dortmund.
Quelle: Annemarie Stern (Hg.): Lieder aus dem Schlaraffenland. Politische Lieder der 50er - 70er Jahre, Oberhausen (Asso-Verlag) 1976
Warum muss die Bildung das Opfer für diese Pläne sein?
Reiche werden immer reicher und die Gebildeten gehen ein!
Und auch die streikenden Stundenten singen (manchmal sogar Schnulzen
