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16 December
2003

[Abmahnwahn]  Lieber Erich Kästner! Warum warst Du nicht so liebenswürdig und hast Dir 1933 — wie viele Deiner Kollegen — das Leben genommen? Dann könnte nämlich zumindest ab dem 1. Januar 2004 nicht ein Thomas Kästner (Beruf: (vermutlich?) Sohn) in Deinem Namen harmlose Lehrer wegen der Verwendung Deiner Texte abmahnen. (Ja, ich weiß, das ist geschmacklos, aber die Abmahnung der Anwälte von Thomas Kästner finde ich noch viel geschmackloser...)

Posted by kantel at 16:51 | Comments (17) | Trackbacks (0) | [Default]
[Schließen wir 'nen kleinen Kompromiß]  Eigentlich wollte ich mich ja aus dem Vermittlungsausschuß raushalten, ;o) aber nach diesem Ergebnis muß ich den Politikern ins Stammbuch schreiben: »Nicht einmal etwas Falsches bringt ihr richtig zustande.« Amen!

Posted by kantel at 16:38 | Comments (1) | Trackbacks (0) | [Default]
[Das Leben in vollen Zügen genießen]  Wenn der Fahrplan mal versagt. Ein Programm berechnet, ob Züge und Busse aufeinander warten können, ohne alles aus dem Takt zu bringen. [Berliner Zeitung]

Posted by Gabi at 09:24 | Comments (1) | Trackbacks (0) | [Mathematik]
[Every Day, every Day...]  I have the Blues. Every Day? Nun ja, zumindest Montags...

Blues-Jam-Session im Sandmann, Photo: Gabriele Kantel, 08.12.2003

Denn Montags ist Blues-Jam-Session im Sandmann. [Photo: Gabi]

Posted by kantel at 09:16 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Musik]
[Mac OS X Hacks]  Auf den Seiten von O'Reilly Deutschland gibt es drei nette Hacks aus dem Buch Mac OS X Hacks zum Probelesen: Ein Zeilenumbruch ist ein Zeilenumbruch, Systemaufgaben und andere Vorgänge planen und IMAP mit Apples Mail-Programm benutzen. Wenn die restlichen Hacks des Buches auch so gut sind, gehört es auf den Schreibtisch jedes ernsthaften Mac-Users.

Posted by kantel at 09:06 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Macintosh]
[Leben ohne Micro$oft ii]  Python Icon, Photo: Gabriele Kantel Using OpenOffice Draw to author RDF. »OpenOffice's vector-drawing app has a very nice Visio-like 'connector' tool that can link objects together with lines. It's very easy to put together labelled directed graph diagrams and have the lines re-flow as you move the nodes around. It also has a well-documented XML file format, which got me thinking that graph drawings could be converted into RDF automatically. I wrote some python code to read in OO files and print out n-triples.« [Sender Traumwind]

Posted by kantel at 08:57 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Python]
[Cascading Style Lamp]  Der letzte Webdesigner macht bitte das Licht aus — aber klar, mit einer CSS-Lampe natürlich! [Industrial Technology & Witchcraft]

Posted by kantel at 08:48 | Comments (0) | Trackbacks (1) | [Webworking]
[Jau!]  Ullrich aus Dresden als Nachfolger von Harald Schmidt. [Aufgelesen]

Very Cool!   Wer denn sonst?

Posted by kantel at 08:41 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Technikgeschichte]  Das Carl Zeiss Archiv in Jena wurde für Clio-online und H-Soz-u-Kult von Dagmara Jajesniak-Quast rezensiert: »Der Besuch im virtuellen Carl Zeiss Archiv lohnt sich nicht nur für Wissenschaftler. [...] Als Einstieg in ein Forschungsvorhaben oder „nur aus Spaß“ sind das virtuelle Museum, die Bestände oder die Fotosammlungen des Carl Zeiss Archivs im Internet aber ausgesprochen empfehlenswert.« [Archivalia]

Posted by kantel at 08:35 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Geschichte]
[Ideen verwalten]  Tinderbox 2.1 released. Better handling of antialiased text, new configuration options, more customizable HTML export options, and better image importing are among the highlights in Tinderbox 2.1. [Mac Net Journal]

Posted by kantel at 08:27 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Macintosh]
[Data Mining]  Soup Can Jon Udell: Mining the intranet. »Of course sites such as Amazon and Google have reasons to create formal APIs and gate access to them. But on an enterprise intranet the threat is disuse, not overuse. You're publishing information that you want people to find, exploit, and recombine. When it's appropriate to use SOAP and WSDL -- for example, when queries require fancy authorization or complex inputs -- then do so. But when a simpler strategy will suffice, don't be ashamed to use it. Between the primordial tag soup of HTML and the formal realm of Web services lies a large and fertile middle ground: XHTML. Information that you publish in XHTML can be directly consumed by browsers, and it's much friendlier to spiders than ill-formed HTML. If you hope people will mine your intranet, make the job as easy as it can be.« [Jon's Radio]

Posted by kantel at 08:23 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Webworking]
[Leben ohne Micro$oft]  München arbeitet an Konzept für Linux-Migration. [heise online news]

Posted by kantel at 08:18 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[GUI mit Python und Tkinter]  Notizzettel Fredrik Lundh: Widget Construction Kit for Tkinter 1.0 released. »The Widget Construction Kit (WCK) is an extension API that allows you to implement custom widgets in pure Python. The WCK can be (and is being) used for everything from light-weight display widgets to full-blown editor frameworks.« Testen! [Daily Python-URL! (from the Secret Labs)]

Posted by kantel at 08:13 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Python]
[Solving Puzzles]  (natürlich mit Python): Ulf Göransson: 100 prisoners and a light bulb. [Daily Python-URL! (from the Secret Labs)]

Python Icon   Script different!

Posted by kantel at 08:11 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Python]
[Quote of the Day]  Thomas Fürstner: »Es ist müßig Weblogs oder das Phänomen Weblogs definieren zu wollen. Das ist der objektbezogene Diskurs des letzten Jahrhunderts. Nicht müßig ist dagegen zu untersuchen wie und in welchem Kontext Blogs funktionieren. Also untersuchen statt definieren. Ist ohnehin akademischer!« [blendobox News]

Posted by kantel at 08:06 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Metablogging]
[Sanfte Kapitalismuskritik]  Norbert Rost: Geldknappheit im Kapital-Ismus. Über Widersprüche des herrschenden Wirtschaftssystems und in den Taten seiner Erfüllungsgehilfen. [Telepolis News]

Posted by kantel at 08:03 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Metropolis]  Anatomie der Klimakiller. Riesige asphaltierte Flächen, Häuserschluchten, Abgase, Hitzesäulen: Großstädte ragen wie Fremdkörper aus der Landschaft. Neue Untersuchungen ergaben, dass Metropolen das Klima nicht nur in ihrer unmittelbaren Umgebung, sondern auch weltweit stören können. [Spiegel Online]

Posted by kantel at 07:56 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Ökologie]
[Video-Straming]  VideoLAN ist ein plattformübergreifender Open-Source Video-Streaming-Server und -Client, der aus einem Studentenprojekt hervorgegangen ist. Thomas berichtet über gute Erfahrungen unter Mac OS X. Wäre vielleicht auch etwas für dieses Projekt? [thomas n. burg | randgänge]

Posted by kantel at 07:46 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Webworking]
[UniWut]  Gegen Sparmaßnahmen und Studiengebühren.

KILL BILLdung, Photo: Gabriele Kantel, 13.12.2003

[Photo: Gabi]

[Aktiver Streik]: Zur Pflege der politischen Landschaft führt Professor Kenneweg heute eine Exkursion zur »Angewandten Landschaftsökologie« durch. Thema: Was kosten die Bäume am Reichstag? Treffen: 11.00 h , S-Bhf. Unter den Linden (Ausgang vorm Starbucks). [Zebu]

Ballade vom Hexenhammer

Es gab in den alten Vorzeiten
noch kein' Radikalenerlaß
und trotzdem hatten die Spitzel
und die Pfaffen beim Schnüffeln viel Spaß.
Vor vier- oder fünfhundert Jahren
an einem beliebigen Ort,
da geht durch das Dorf ein Geflüster:
"Wer noch Socken hat, mache sich fort!"

Der Herr Heinrich Institoris
und der Jakob Sprenger sind da,
die kommen vom Heiligen Vater,
grüß Gott, Halleluja.
Die Herren sind Inquisitoren,
erforschen die Menschen mit Fleiß,
die foltern die Hexen und sorgen dafür,
daß sie brennen, Kyrieleis.

Weil es hat überhand genommen,
der Aufruhr im Römischen Reich;
der Pöbel wird frech und rührt sich,
als wär die Kirche schon heut eine Leich.
Doch der Leib meiner heiligen Kirche
ist ein heiliges Sakrament
und wer ihr nur ein Härchen krümmt,
ist eine Hex und die Hex, die brennt.

Ein Kräuterweib, die kann heilen,
weil sie Kräuter probiert und viel weiß,
hat gesagt, daß die Pillen der Mönche
sein teuer bezahlter Scheiß.
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex.
Das hat ihr der Satan geflüstert,
eine Hex, eine Hex, eine Hex."

Eine Magd dient oben am Gutshof,
aber tut nicht so, wie man befiehlt;
ist dem Junker im Bett nicht zu Willen,
der hat Liebeswahnsinn gefühlt.
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex.
Das Weib hat den Junker verzaubert,
eine Hex, eine Hex, eine Hex."

Die Hebamme ist in den Dörfern
weit und breit sehr beliebt,
weil sie weiß doch, wie man die Kinder
nicht oder ohne Schmerzen kriegt.
Da sagten die Inquisitoren:
Salve Christe Vobisculi Rex.
Das Weib soll gebären in Schmerzen,
eine Hex, eine Hex, eine Hex."

Die sehr alte Mutter vom Müller kann lesen,
man weiß nicht warum,
hat gesagt, daß der Ablaß nichts nütze,
wer ihn kaufe sei selber schön dumm.
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex.
Sie leugnet die heilige Grundordnung,
eine Hex, eine Hex, eine Hex."

Und als dann der Bischof die Mühle
sich unter den Nagel riß,
schrie die Tochter der Müllerin wie am Spieß
bei der Messe: "Verdammter Beschiß!"
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex
Das Weib ist vom Satan besessen,
eine Hex, eine Hex, eine Hex."

'S gab Bauern, die wollten nicht länger
vom Fronvogt geschunden sein;
die machten bei Nacht im Wald
einen Ring und schworen im Fackelschein.
Da sagten die Inquisitoren:
"Maleficium Cuicunque Sauerei.
Schon wieder die Unzucht beim Hexensabbat,
Teufelei, Ketzerei, Hexerei."

So haben sie drei Jahrhunderte
die Hexen im Feuer verbrannt;
das haben die Saubermänner getan
im christlichen Abendland.
So schafften sie Ehrfurcht und Schrecken
mit Zepter und Krummstab und Spieß;
sie schleppten die Weiber aufs Folterbrett
oder ins Ehe-Verlies.

Die Mörder vom höheren Adel,
die Priester im Lügneramt,
die haben den Teufel erfunden
fürs christliche Abendland.
Sie haben das Volk geschunden,
ins Elend gebracht und beraubt
und dann gesagt: "Die Hexen sind schuld,
weh dem, der nicht daran glaubt."

Und der dieses Lied gesungen,
der hatte heut Nacht die Vision:
Der sah die Teufel und Hexen
schon wieder die Ordnung bedrohn.
Keine Bange, die Innenminister
mit dem Hexenhammer sind da;
die kommen von der Inquisition,
grüß Gott, Halleluja!

Text und Musik: Walter Mossmann
Quelle: www.kampflieder.de
Der sogenannte Radikalenerlaß ist ein Beschluß der Ministerpräsidenten von 1972, nachdem nur der ins Beamtenverhältnis berufen werden darf, der die Gewähr bietet, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzutreten. Das Lied zieht eine Parallele zwischen dem Radikalenerlaß und dem Hexenhammer der katholischen Kirche von 1487. Der Hexenhammer schrieb die Zauberei hauptsächlich den Frauen zu und befürwortete die Folter. Er wurde zum Strafkodex der Gerichte aller Konfessionen in Mitteleuropa bis ins 17. Jahrhundert.
Alle Begebenheiten des Liedes haben sich tatsächlich zugetragen.

Auch die Junge Welt gibt weiter historische Handreichungen zum Studentenprotest: Hans-Jürgen Krahl: Zur Ideologiekritik des antiautoritären Bewußtseins. »Der aktive Streik ist jedoch Ausdruck einer Umwälzungsphase der antiautoritären Bewegung, in der ihr die seit den Springer-Blockaden und Antinotstandsaktionen objektiv erforderliche Chance zur organisationspraktischen Stabilisierung geboten wird, wenn es ihr gelingt, ein politisches Realitätsprinzip zu entfalten, das zu einer disziplinierenden Selbsteinschränkung der antiautoritären Emanzipationsansprüche an die Organisation führen muß nach Maßgabe der praktischen Moralitätserfordernisse des politischen Kampfes und der theoretischen Leistungskriterien einer langfristigen Strategiediskussion. Deren realitätsprinzipielle Beurteilung der objektiven Möglichkeit eines sozialrevolutionären Prozesses in den kapitalistischen Industriemetropolen hätte unter Verzicht auf phraseologische Machtkampfpathologien sich illusionslos an der Realität der klassenstaatlichen Machtverhältnisse einerseits und des enthistorisierten Massenbewußtseins der Lohnabhängigen andererseits zu bemessen.« [Junge Welt]

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Posted by kantel at 07:29 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [UniWut]

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