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11 November
2003

[Nie wieder: Editieren im Browser]  Meine Anteilnahme an den Experimenten von Thomas Fürstner ist nicht nur akademischer Natur. Ähnliche Überlegungen hatte ich – einmal angeregt durch Gedanken von Oliver Wrede – leider habe ich die URL verschlampt, vielleicht kann Oliver da aushelfen ;o) – und zum anderen inspiriert durch blosxom auch bei der Entwicklung meines eigenen, selbstgestrickten Weblog-Tools, das ich seit dem Crash von Radio UserLand bis zu meinem Umzug in die Server-WG benutzt hatte – ebenfalls angestellt. Nur daß ich – anstelle des Outliners von Radio/Frontier – den besten Editor der Welt als GUI-Mittelpunkt ausgewählt hatte.

Ausgangspunkt war der – speziell von Oliver vertretene – Gedanke, daß das Browserfenster doch ein armseliger Ersatz für eine »richtige« IDE, für ein »richtiges« GUI sei. Und wenn man sich dann Gedanken über den (damaligen) Erfolg von HyperCard macht, kommt man meiner Meinung nach leicht auf die Idee, daß eine Anzahl von Applikationen gemeinsam mit einer leicht verständlichen Skriptsprache und einer guten IDE auch »Nichtprogrammierer« zu wahren Kreativitätssprüngen hinreißt. Und so dachte ich mir, warum nicht ein Weblog-Tool entwickeln, daß zwar einerseits »out of the box« funtioniert, andererseits aber auch Leuten mit minimalen Kenntnissen einer Skriptsprache (in meinem Falle Python) erlaubt, dieses leicht anzupassen, zu ändern und zu ergänzen?

Blieb nur noch die Frage nach dem GUI. Angelpunkt für viele – speziell Power- – User ist schon seit Jahren der Texteditor. In und mit ihm schreibe ich meine Texte in TeX, meine HTML- und XML-Seiten für meine Projekte, meine Skripte, Programme und selbst Graphiken (SVG, VRML). Neben dem Terminal ist der Editor meine Hauptschnittstelle zwischen mir und meinem Computer.

OK, von da an war es nur noch ein kurzer Weg. Mein Weblog-Tool hatte ich schnell in Python codiert, jetzt ging es nur noch darum, dies mit dem Editor (als meinem GUI) zu verbinden. Zwar erlaubt BBEdit auch die direkte Ausführung von Python-Skripten aus dem Programm selber heraus, dennoch hatte ich mich entschieden, die Python-Skripte über den Umweg von AppleScript aufzurufen. Denn für einige (mögliche) Anwendungen wird u.U. der Name der Datei des frontmost windows benötigt und – obwohl es vermutlich geht – ich habe bis heute nicht herausbekommen, wie ich das dem aufzurufenden Python-Skript mitteile.

Das herauszufinden wiederum ist für AppleScript eine Kleinigkeit und so genügen kleine Skripte in der Form do shell script "python..." um die darunterliegenden Python-Skripte inklusive Parameterübergabe aufzurufen. Das Ganze sieht daher ungefähr folgendermaßen aus:

Screenshot Weblog-Tool

Screenshot Weblog-Tool, ein Klick öffnet eine Vergrößerung im neuen Fenster.

Der Screenshot zeigt zwei, über das AppleScript-Menü erreichbare neue Menü-Einträge. Einmal Publish Article und einmal Publish Month. Der erste Menü-Eintrag ruft ein Python-Skript auf, daß den aktuellen Artikel dem aktuellen Tageseintrag hinzufügt, der zweite Eintrag dient nur dazu, am Anfang eines Tages die vorherigen Monatseinträge neu zu schreiben, um den Kalender zu aktualisieren. (Regelmäßige Leser meines Weblogs wissen, daß ich nie dazu gekommen bin, diesen zweiten Eintrag – obwohl es eigentlich ziemlich einfach ist – zu implementieren.) Mein Weblog-Tool benötigte übrigens keine Parameterübergabe, es geht einfach davon aus, daß die tagesaktuellen Einträge immer im entsprechendem Datumsordner (in der Form /2003/11/11/) in sortierbarer Reihenfolge vorliegen, wohl aber das ähnliche funktionierende »Mini-CMS«, mit dem ich u.a. die Nigeria-Connection füttere. Denn die verlangte natürlich die Übergabe des Dateinamens.

Die ersten Zeilen, beginnend mit »#« sind eine Art Variablenübergabe, in der Form der von mir gewünschten Kompatibilität mit dem Radio-Userland-Dateiformat geschuldet. Und die zwichen den <% und %> liegenden Strings sind Makros oder Shortcuts, die mein Weblog-Tool auswertet.

Wie man aus obigem Screenshot leicht sieht, muß der Benutzer, um sein Weblog zu führen, nie den Editor verlassen, alles wird von hier aus erledigt. Und meine Hoffnung dabei ist, – da auch Python-Skripte im Editor erstellt und gewartet werden – daß ein neugieriger User dann auch mal die dazugehörenden Python-Skripte aufruft, sie seinen Bedürfnissen anpaßt und verändert. Und schon haben wir wieder ein neues Mitglied der skriptenden (programmierenden) Community gewonnen.

Zwei Dinge sind noch zu erwähnen:

[1]: Ich werde in den nächsten Tagen successive den Quellcode meines Tools mit Erläuterungen hier veröffentlichen. Er ist Open Source, ich habe es nie geschafft, ihn zu einem verbreitbaren Tool fertigzustellen. Vielleicht schafft es jemand anders, mich würde es freuen.

[2]: Mit meinem Wechsel zu COREblog sind diese Ideen natürlich nicht gestorben. Mein derzeitiger Gedanke ist, dieses Tool dahingehend zu erweitern, daß es via dem MetaWeblog API oder ähnlicher XML-RPC-Mechanismen (ähnlich wie hier) in der Lage ist, COREBlog, aber auch mein Antville- oder mein Twoday-Testblog zu füttern. Vielleicht ist es auch dann wieder für andere nützlich.

Denn – wie gesagt: Nie mehr wieder im Browserfenster editieren!

Posted by kantel at 18:07 | Comments (4) | Trackbacks (0) | [Weblog und CMS]
[Dosenfleisch ii]  Reading & Writing »sprachen« mit einem (notorischen) Kommentarspammer. Interessante Lektüre... [Oli D. per Email.]

Posted by kantel at 09:47 | Comments (3) | Trackbacks (0) | [Default]
[Blues bis zum Abwinken...]  gibt es auf diesen Seiten.

Posted by Gabi at 09:42 | Comments (2) | Trackbacks (0) | [Musik]
[GIS]  Eine schöne Sammlung von GIS-Links (GIS := Geographische-Informations-Systeme) gibt es auf den Seiten des (ehemaligen) Instituts für Landschaftsentwicklung an der TU Berlin.

[Neuköllner Müllbeseitigung]  (am Reuterplatz): Am Sonntag will mein Compi mit mir Baden gehn...

Brunnen am Reuterplatz, Photo: Gabriele Kantel, 06.11.2003

[Photo: Gabi]

Posted by kantel at 09:33 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Rebloggeria]  Foddos aus Hamburch sind wegen der Suma AG bei blogger.de aus- und in den Ameisenhügel eingezogen und haben daher eine neue URL. Pls. bookmark your changes. [kebo 11]

Posted by kantel at 09:26 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Rebloggeria]
[Der Song zum Dienstagmorgen]  War es Zufall oder Notwendigkeit? Mo Tucker singt im Duett mit Lou Reed I'm sticking with you (MP3, 2,3 MB, Velvet Underground 1969) und schon ging über meinem Dachstübchen die Sonne auf. [gmtPlus9]

Sonne

Posted by kantel at 09:22 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Musik]
[Ein Forum für Plone]  Notizzettel CMFBoard 1.2 released. Notiz an mich: Testen! [Zope.org]

Posted by kantel at 09:14 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[opensourceexperts.com released]  »We are pleased to announce opensourcexperts.com. A web application built with Zope, Apache, MySQL, Python, CoreBlog, Issue Tracker, and a whole lot of sweat and love.« Und ein Blog haben sie natürlich auch. [Zope.org]

Very Cool!   It's cool, man!

Posted by kantel at 09:12 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Weblog und CMS]
[Ich habe ein Rendezvous mit meiner Digitalkamera]  Rendezvous Picture Transfer with Panther. You can show others on a Rendezvous network pictures directly from your camera using the new Image Capture app in Panther. But that's only part of the good news. Derrick Story shows you the ins and outs of this handy new Mac OS X 10.3 trick. Ausdrucken! [O'Reilly MacDevCenter.com]

Posted by kantel at 09:06 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Macintosh]
[Klammerschlußgesetz ii]  Jens Ohlig schreibt: »Rebel with a Cause makes a fascinating reading. It's a case study about building a web application using Common LISP for coding (OpenMCL, to be precise), Portable AllegroServe as a web server and an Apple XServe as the server platform.« Ausdrucken! [Notes from my terminal]

Posted by kantel at 09:02 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Webworking]
[Klammerschlußgesetz]  Proceedings of the Scheme Workshop 2003. This wes held in conjunction with LL3. The site has a PDF and PS of the proceedings. Many of the topics complement those in LL3 and would be interesting to non-Scheme programmers as well. [Lambda the Ultimate]

Posted by kantel at 08:57 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Web Services]  Soup CanJon Udell: Mining message metadata. »Point-to-point integration is out; event-driven communication across a common message bus is in. When you build a system this way, message queues are the first and best way to take the pulse of its real-time state... Martinez makes a crucial distinction between message data and message metadata. In the realm of Web services, it's the difference between SOAP bodies and SOAP headers. The bodies eventually land in an operational data store, the headers often don't. Yet the headers define the context of the message: who (or what) is sending it and why. For example, a clinical service might be invoked by a monitoring application, or by a compliance officer logging into a portal to research an FDA report. "It's the same message payload," Martinez says, "but contexts are very different."« [Jon's Radio]

Posted by kantel at 08:54 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Webworking]
[Noch'n Jubel-äum]  10 Jahre Mosaic. [heise online news]

Posted by kantel at 08:49 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Webworking]
[Turn Your Radio On]  Cactus Thomas Fürstner will Radio UserLand (resp. Frontier) mit dem Helma Object Publisher (HOP) verheiraten und zeigt erste Screenshots. Vorbild sei die Python IDE von David Brown. Diese IDE habe ich nie vernünftig zum Laufen bekommen. Ich hoffe, Thomas hat mit seinem Projekt mehr Erfolg. [blendobox]

Und ich sollte HOP auch mal wieder testweise auf eine meiner Maschinen installieren...

Posted by kantel at 08:44 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Weblog und CMS]
[Open Access]  Nun hat auch die Telepolis die Open Access Konferenz entdeckt: Wissenschaftliche Verlage in Bedrängnis. »Open Access-Modelle im wissenschaftlichen Publikationswesen erhalten zunehmend Rückendeckung aus den Reihen der Wissenschaftler.«

Posted by kantel at 08:33 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Dosenfleisch]  Spam ist das Hauptübel. Nach einem Bericht hat Spam im Oktober größeren wirtschaftlichen Schaden angerichtet als Viren oder Hacker zusammen. [Telepolis]

Posted by kantel at 08:30 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Jubel-äum]  20 Jahre Computer-Viren. [Futurezone]

Vgl. auch Telepolis: Wettrüsten in der digitalen Lebenswelt.

Posted by kantel at 08:24 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Cyberscience]  Cyberscience Book Cover Heute auf science.orf.at: Wie das Netz die Wissenschaft verändert. [Futurezone]

Posted by kantel at 08:22 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Save Privacy]  Sieh da Herr Schily, es geht auch anders: Griechenland will keine Biometrie. Datenschutzbehörde sieht in Kontrollen Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Reisenden. [Futurezone]

Posted by kantel at 08:17 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Privacy]
[Fliegende Schweine in der Factory Farm]  Was ist die Meatrix? (Flash-Alarm!) [Stichpunkt.de]

Posted by kantel at 08:10 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[Karl Kraus und die Blogger]  Serner widerspricht. (Für die Zuspätgekommenen: Es geht um diesen Telepolis-Artikel.) [www.serner.de]

Posted by kantel at 08:02 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Metablogging]
[Ralph kann rechnen]  Mathematik für Wachstumsstrategen. »Wir gehen selbstverständlich von 2stelligen Wachtumsraten aus. Sagen wir bescheiden 20 Prozent im Jahr? ...« Weiterlesen! Das ist ein Befehl! [.ralphs.]

Posted by kantel at 07:54 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Default]
[OBKA]  Stand der Diskussion II. [Noch'n Blogg.]

Posted by kantel at 07:49 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [Weblog und CMS]
[UniWut]  Gegen Sparmaßnahmen und Studiengebühren. Damit nicht wieder Fließbandbabys herangezüchtet werden.
Fließbandbaby
(Beat)

Fließbandbaby war nur zur Volksschule gegangen.
Ihr Vater hatte ihr gesagt,
Daß sie sowieso mal heiratet
Und daß Arbeiterkinder dümmer sind.

Fließbandbaby war damals noch zu jung, um zu kapieren,
Daß ihr Vater zu wenig Geld hatte,
Um das zu beurteilen.

Nach der Volksschule ging sie in die Schneiderlehre
Weil Handwerk golgenen Boden hat.
Sie nähte drei Jahre lang Säume
Und fegte die Werkstatt aus.

In der Berufsschule lernte sie,
Was es für Textilfasern gibt
Und die Scheiße mit dem Bundespräsidenten
Und daß Arbeit Lebensfreude schafft.

Nach der Lehre ging sie in die Fabrik.
Das machte auch keinen Spaß,
Aber sie kriegte mehr Geld für die Verblödung.

(Text und Musik: Floh de Cologne. Das ist das erste Lied aus »Fließbandbabys Beat Show« vom Sommer 1970. Quelle: Annemarie Stern (Hg.): Lieder aus dem Schlaraffenland. Politische Lieder der 50er - 70er Jahre, Oberhausen (ASSO Verlag) 1976)

Und die Bürgersöhnchen preschen vor: RCDS fordert Studiengebühren.

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Posted by kantel at 07:36 | Comments (0) | Trackbacks (0) | [UniWut]

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