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Montag, 16. Juni 2003 |
[Und Tschüss]
Mehr gibt es heute nicht. Lest die Nachrichten von gestern. Es sind genug da...
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[Das Ende des WWW]
KerLeone über den Untergang des World Wide Web: »Das World Wide Web hieß irgendwann einmal so, weil man Webseiten weltweit abrufen konnte. Das Ende dieser Erfindung hat vor einigen Wochen begonnen, und ausgerechnet eines der Unternehmen, die das Internet zu einem so nützlichen Tool gemacht haben, hat das Ende eingeläutet:
Google. Bemerkt hat es so richtig niemand, nur in ein paar Forendiskussionen hat man sich geärgert, dass sich eine Kleinigkeit geändert hat, hinter der sich Bedeutendes verbirgt. Überzeugen kann sich jeder selbst: Man gebe einfach www.google.com in seinen Browser ein. Es erscheint zwar tatsächlich Google in englischer Sprache. Aber es ist nicht die Google-Seite, die Amerikaner, Italiener oder Indonesier zu sehen bekommen. Rechts unten steht "Go to Google Deutschland". Es ist also eine deutscher Version vom englischen Google. Ruft ein Italiener Google.com auf, dürfte dort stehen "Go to Google Italia". Und so weiter.
Nun kennt man Internationalisierung von Websites schon länger, bei CNN genauso wie bei BBC und etlichen mehr. Aber alle diese Techniken sind meines Wissens nur mit Cookies, oder mit Sprachpräferenzen in den Browsern erzeugt worden. Das ist jetzt, genauer seit etwa Ende Mai, anders. Google analysiert die IP-Adressen der Besucher und ordnet sie Ländern zu. Damit gibt es für einen Großteil der Deutschen keine Möglichkeit mehr, die echte amerikanische Google-Seite aufzurufen, außer über Proxy-Dienste. Kein Italiener, kein Engländer, kein Indonesier, kein Chilene, keine Papa Neuguineer kann mehr Google.com aufrufen, wie es ein Amerikaner kann.
Der große Aufruhr über diese Gängelung des Users ist natürlich ausgeblieben, weil Amerikaner damit kein Problem haben, sie merken es noch nicht einmal. Aber der Rest der Welt sollte darüber die Stirn runzeln. Wenn ich was Lokales will, dann gehe ich in die Münchner Fußgängerzone, verdammt noch mal! Und jetzt bekomme ich von diesem explodierten Krakenkonzern neben diesem netten Angebot, Google Deutschland zu verwenden, natürlich ebenfalls ungefragt deutsche Werbung mitgeliefert. Aber das ist nicht alles. Nun ist es natürlich ein Kinderspiel, nationale Zensur auszuüben. Rechtsradikale Seiten genauso wie Anleitungen zum Sabotieren von Bahnschienen konnte man schon bisher bei Google.de nicht finden, jetzt kann man es auch nicht mehr bei Google.com finden, ganz einfach weil man Google.com von Deutschland aus überhaupt nicht mehr aufrufen kann. Google hat bereits vor Monaten eingestanden, dass nicht mehr nur die technologische Herausforderung im Mittelpunkt steht, sondern durchaus die international-rechtliche Komponente zum Problem der aufstrebsamen Firma wurde. Und dieses Problem haben sie jetzt gelöst: Willkommen im neuen deutschen Web. Das lokale Web mit einer chinesischen Mauer. Ausreise erlaubt, aber nur für die, die bereits eine Adresse im Ausland kennen.
Für diesen Schritt lieber Sergey und lieber Larry, hasse ich euch. Ihr seid dabei, den Grundgedanken des WWW kaputtzumachen.«
Alternative, gute Suchmaschine:
Alltheweb.
via: Mosaikum.org | Link mich | Forum
[Musik am Mac]
Miraton ist ein OpenSource-Programm zum Komponieren und Musikabspielen. Jede Keyboard-Taste kann mit einem Sound belegt werden, die Maus wird für Realtime-Effekte eingesetzt.
via: Industrial Technology & Witchcraft | Link mich | Forum
[Macht kaputt was Euch kaputtmacht]
Ein riesengroßes Dankeschön an Ralf für den Hinweis auf die beiden Seiten zu Ton Steine Scherben.
via: The Cartoonist | Link mich | Forum
[Dosenfleisch]
Wieso erfindet TheMM das Rad gleich zweimal? Egal, wir füttern weiterhin die Spam-Bots: jbnye@ouhrkqqlt.pl, jvuejqb@nbarcnljv.tv, skrtnwuj@ryxzxwktejehfsfk.br, cog@ejbi.es, xpcziabc@akmugmna.ca, njmhnvvs@jqlvvbphabxldwsgsja.de, xct@gdtnrmbzokcxph.ru, thwlr@ynoyoqnaphpnf.st, yayennvdd@alenvqgrduzsdke.de, xtbnolhvgh@fpiymk.de, nowykghzkd@wynv.br, jdtiitzmj@trynndq.dk, vxcwti@eibuq.edu, svcmffp@fidiuxtdxrrlxreblmqb.net, cexfvvjrwg@fggwopigorhdjjoopk.us, ihp@fczwezzhsxbcsr.ru, dgdx@sjtbxjsakteveoxgvuge.ca, wtualrsxn@mqbofrzo.at, cfdatc@jkfthljgdopsd.it, jfopquyhzw@belkrdl.ca.

via: TheMM | Link mich | Forum
[HTML-Editor]
PageSpinner 4.5 (Shareware US-$ 29,95) »offers an improved editor with Syntax color coding of PHP, JavaScript and CSS, new editor modes for CSS, JavaScript and PHP files, support for viewing local files served by a web server, live scrolling, text zoom, faster restyling, and more. Also offers support for automatic conversion of more special characters, support for the Services Menu, Safari and Mozilla, Telnet and SSH launching, and lots more. PageSpinner is a scriptable HTML editor for Mac OS that supports HTML, XHTML, PHP, JavaScript plus additional Netscape and Explorer extensions.« (Download, 3,9 MB)
via: macscripter.net | Link mich | Forum
[Zensur]
Chaotische Umsetzung der Sperrungsverfügung in NRW.
via: heise online news | Link mich | Forum
[Weil Du arm bist, mußt Du früher sterben]
Gesundheits»reform«: Experte plädiert für Konzentration auf die Grundversorgung.
via: Spiegel Online | Link mich | Forum
[Tritt-Ihn]
Zur unendlichen Pfand-Debatte: Dosenwerfen geht weiter. Wieso darf die Einzelhandelslobby eigentlich auf dem Rücken der Verbraucher Gesetzesbruch betreiben? Und dann noch mit dem Argument »Ist mir zu teuer«? Steuerzahlen ist mir auch zu teuer. Werde ich in Zukunft nur noch mit den nutzlosen Pfand-Bons machen, die mein Portemonnaie verstopfen...
Lieber Jürgen Trittin: »Freiwillige Willenserklärungen« des Handels oder der Industrie sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden. Sie taugen bestenfalls zum Arschabwischen. Ich erwarte von einer Regierung, daß sie dafür sorgt, daß Gesetze für alle gelten — und nicht nur für den »kleinen Mann«. Aber was soll man von einem Minister einer grün gewendeten FDP auch anderes erwarten.
via: Spiegel Online | Link mich | Forum
[Rebloggeria]
Usability Inside ist ein deutschsprachiges Weblog geschrieben von Marcus Völkel. Allerschärfstes Willkommen!
via: Martin Röll | Link mich | Forum
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Juni 2003
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