Der Schockwellenreiter Rotating Header Image

Bundesregierung ist devote Vollstreckerin des organisierten Geldes

Sarah Wagenknecht zitiert Franklin D. Roosevelt:

Vom organisierten Geld regiert zu werden, ist genauso schlimm, wie vom organisierten Verbrechen regiert zu werden.

Und wo die beiden Recht haben, haben sie Recht. Da gewinnt der Begriff »Kapitalverbrechen« eine ganz neue Dimension. [Auf Fatzebuch gefunden.]

Die Freitagsfrage

Ist der Schnäppchenjäger und Lügner (so die hannoversche Oberstaatsanwältin Irene Silinger) Christian Wulff eigentlich noch Pattexpräsident? Seine Reputa­tions­werte sind ja bald niedriger als die der FDP. [Tagesspiegel]

Mobilmachung gegen Elsevier?

Elsevier scheint mit seinem Anti-Open-Access-Feldzug nach Ansicht nicht weniger Wissenschaftler den Bogen überspannt zu haben. Sie drohen mit einem Boykott des Wissenschafts­ver­lages.

Als offene Alternative könnten sie ja nun in der Edition Open Access publizieren. Denn deren Bände gibt es sowohl kostenlos online, zum kostenlosen Download als PDF oder als Ebook, aber auch in einer sehr preisgünstigen Druckversion (für U-Bahn und Bibliotheken). Und alles unter einer Creative Commons-Lizenz. [Christine F. per Email.]

Revolution

You say you want a revolution
Well, you know
We all want to change the world
You tell me that it’s evolution
Well, you know
We all want to change the world
But when you talk about destruction
Don’t you know that you can count me out
Don’t you know it’s gonna be all right
All right, all right
(Lennon — McCartney, 1968)

Ihr wollt also eine Revolution? Dann diese aber bitte nicht vorher via Fatzebuch ankündigen. Weil sonst die Polizei kommt[Christine F. per Email.]

Popcorn!!!

Bloggerin, schändlicherweise die Augen vor den phantastischen Leistungen John Ashts
verschließend

Da schreibt eine Bloggerin einen Verriß eines Fantasy-Romans (was ihr gutes Recht ist). Und der Autor und seine (Kleinst-) Verlegerin Antje Roder regen sich in den Kommentaren furchtbar darüber auf (was auch ihr gutes Recht ist — auch wenn man sich als Profischreiber eigentlich nie zu Rezensionen und schon gar nicht zu Verrissen äußern sollte). Eindeutig übers Ziel hinaus schießen sie aber, wenn sie dann der Bloggerin mit dem Anwalt drohen und die Beschimpfungen weit unter die Gürtellinie gehen. Und ab dann wird es spannend: Wüste Verschwörungstheorien über »Literaturkriminalität im Internet« werden in die Welt gesetzt (John Asht scheint schon ein seltsamer Vogel zu sein) und natürlich sorgt der Streisand-Effekt für eine schnelle Verbreitung der Story (die der Fandom Observer brav für uns zusammengefaßt hat). Schließlich haben die Phanta News ein Einsehen mit den gestreßten Rezensiongeschädigten und veröffentlichen eine Hilfe für von Buchblogger-Rezensionen frustrierte Autoren und Verleger. Ich habe unter dem Tisch gelegen vor Lachen und werde mich für das Wochenende mit Knabbergebäck eindecken und die Geschichte weiterverfolgen. Denn es gibt sicher noch vieles zu enthüllen: Ist die Verlegerin vielleicht die Freundin des Autors und mit ihm in einer lesbischen Beziehung? Oder die Bloggerin eine Vampirella und stammt von kleinen grünen Marsmännchen ab? Bleibt dran, die Geschichte bietet Potential für feinstes Popcorn-Kino. [Wibke L. via Google+]

[Nachtrag]: Mein letzter Verriß liegt ja nun schon etwas zurück (ich schreibe nur sehr ungern Verrisse). Vielleicht sollten mich Richard A. Clarke und sein Verlag genau so wüst beschimpfen wie Herr Asht und sein Verlag die Bloggerin. Ich will schließlich auch einmal eine Internet-Berühmtheit werden.

Erwachet!

Jeden Morgen steht am S-Bahnhof Hermannstraße ein Paar, das die Zeitschrift »Erwachet!« unter das Volk bringen will. Ob die damit die Bahn-Oberen meinen?

Denn zwar fehlt der Berliner S-Bahn an allen Ecken und Enden Personal, aber es reicht immer noch dafür, daß ich auf der kurzen Strecke zwischen Hermannstraße und Heidelberger Platz zwei mal von einer Gruppe Kontrollettis behelligt wurde. Kann man die nicht produktiver einsetzen? Zum Beispiel auf den Bahnsteigen, wo sie den verzweifelten und orientierungslosen Fahrgästen einen Weg durch das S-Bahn-Chaos weisen könnten? [Tagesspiegel, Berliner Zeitung]

[Ceterum censeo]: Im Übrigen bin ich der Meinung, daß der Berliner Stadt­ent­wicklungssenator Michael Müller als (politisch) Verantwortlicher für das Berliner S-Bahn-Chaos zurücktreten muß.

Neues vom Wiki-Umzug

DokuWiki Logo Das Komprimieren brachte es an den Tag: Mein Wiki besteht zur Zeit aus über 90.000 Einzeldateien. Wann habe ich das nur eigentlich alles vollgemüllt? Und es ist schon eine beachtliche Leistung des DokuWikis, daß es mit dieser Menge von Dateien doch noch problemlos zurechtkommt. Und das alles ohne Datenbank.

Der Umzug selber wird voraussichtlich Anfang nächster Woche hierhin stattfinden (dort gibt es reichlich Platz und ich kann die Leistungsfähigkeit der Wiki-Engine bis zum Äußersten ausreizen). Bis dahin muß das Wiki leider eingefroren bleiben.

Endlich wieder ein Hundebild!

Photo (cc): Gabriele Kantel

Dieses Photo des kleinen Joey auf großer Entdeckungstour in seinem ersten Winter soll Euch wieder seelisch darauf vorbereiten, daß es die nächsten zwei Tage keine oder nur wenige Updates in diesem Blog geben wird. Denn nicht nur, daß ich wieder viel lesen und schreiben und den Sheltie bespaßen möchte, es gibt auch noch eine große Familienfeier, zu der wir eingeladen sind.

Und da ich bis heute abend noch viel zu erledigen habe, gibt es das freitägliche Hundebild auch mal wieder früh am Tag.

Ein schönes Wochenende Euch allen da draußen. Wir lesen uns spätestens am Montag früh wieder …

Süüüß

Dieser Roboter, den Jim Henson 1963 für Bell System baute, gehört natürlich in meine Roboterseiten (sobald mein Wiki umgezogen ist). [Peter van I. per Email.]

Neues von der …-Sekte

Über den Fall des pädophilen katholischen Priesters aus Salzgitter und die Vertuschungsversuche der katholischen Kirche hatte ich ja schon mehrfach berichtet. Jetzt ist ein Urteil gesprochen worden: Wegen hundertfachen sexuellen Mißbrauchs wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt. Und das Bistum Hildesheim hat sich in diesem Fall auch zu Wort gemeldet:

Der Pfarrer muß damit rechnen, daß er unter Umständen aus dem Priesteramt entlassen wird (Hervorhebung von mir).

Dieses »unter Umständen« hat etliche meiner Leser so aufgeregt, daß sie mich per Email darauf hinweisen mußten. [Mehrfach per Email von verschiedenen Absendern.]

Wiki-Umzug

DokuWiki Logo Ich will — genauer gesagt: ich muß — mit meinem Wiki umziehen. Der Speicherplatz beim Spielzeugprovider ist bis auf das letzte Byte ausgeschöpft. Daher kann ich hier nicht auf die gestern herausgekommene, neue Version 2012-10-25 (Angua) updaten. Ich kann nicht einmal mehr eine neue Seite anlegen.

Und jetzt habe ich ein Problem: Meine DokuWiki-Installation ist mittlerweile 4,4 GB fett und besteht aus zehntausenden von kleinen (Text-) Dateien (packen geht nicht mehr, da nicht mehr genügend Speicherplatz). Seit vier Stunden lädt die Gummiente auf meinen Desktop hoch und es wird sicher noch weitere vier Stunden dauern, bis alles hochgeladen ist. Schnell geht anders …

Drückt mir die Daumen, daß das Packen, runterladen und entpacken morgen schneller vonstatten geht.

BTW: Und ich brauche eine neue Tttasttatttur. Die Tttt-Tttttasttte prellttttt.

Lerne Python mit Google

Ein zweitägiger Kurs, vollständig dokumentiert auf der Google Code University mit Videos auf YouTube und Übungsaufgaben. Nett gemacht und auch zum Selbst­studium geeignet. [Peter van I. per Email.]

Die Donnerstagsfrage

Ist der Schnäppchenjäger Christian W. eigentlich noch Pattexpräsident? Ja natürlich, denn Christian W. hat ein Problem. Er ist der Mann, der weder zurück treten noch zurücktreten kann. [extra-3]

Jobangebot

IT-Spezialist zum Löschen von Elena-Daten in Berlin. Freiberufler mit Option auf Verlängerung. Von Elena-Pflicht zu Elena-Frust. [Bertram S. per Email.]

Endlich!

In Berlin weht ein leises Fröstchen — bei sonst strahlblauem Himmel. Kurzum: Es ist ein kleines Winterchen. Für die Berliner S-Bahn endlich wieder die Gelegenheit, den (Not-) Fahrplan außer Kraft zu setzen, Züge ausfallen zu lassen und auch sonst so viel Chaos wie möglich zu anzurichten. Anzeigetafeln zeigten Unsinn an und alle Lautsprecherdurchsagen waren mehr als verworren. Die wenigen Züge waren so rappelvoll, daß, wären es Schlachtviehtransporte, der Tierschutz einschreiten müßte. Aber mit uns Berlinern kann man es ja machen.

Nur, liebe Bahner: Was wollt Ihr eigentlich anstellen, wenn es wirklich Winter wird? Das Chaos ist doch kaum noch steigerungsfähig? Bleibt nur noch der Totalausfall?

Für mich heißt das erst einmal: Keine Termine am Vormittag. Ich fahre nämlich S-Bahn.

[Ceterum censeo]: Herr Müller, zurücktreten. Und zwar subito! (Falls es bis hierhin noch keiner gemerkt hat: Ich bin stinksauer!)

Armes Berlin

Hauptstadt-Armut: In Berlin bezieht jedes dritte Kind unter 15 Jahren Hartz-IV. Und das ist nicht sexy, Herr Wowereit. [Tagesspiegel]

Menschen am Sonntag

Menschen am Sonntag ist so etwas wie die Mutter aller Independent-Filme. Die damaligen Amateure Curt Siodmak, Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, Fred Zinnemann, Billie Wilder und Eugen Schüfftan drehten diesen halbdokumen­tarischen Stummfilm in den Jahren 1929 und 1930. Fast alle machten später als Profis erst in Deutschland und nach der Vertreibung durch die Nazis in Hollywood Karriere, Wilder und Zinnemann bekanntlich sogar als Oscar-Preisträger. Die Uraufführung fand im Februar 1930 in Berlin statt.

Der Film, dessen verschollene Originalversion eine Länge von 2.014 Metern hatte, wurde rekonstruiert aus einer 1.615 Meter langen Fassung des Nederlands Filmmuseum und Schnipseln aus diversen anderen erhaltenen Fassungen. Diese Rekonstruktion ist 1.856 Filmmeter lang und vollständig bei YouTube abrufbar. [Don D. via Fatzebuch.]

Peters Linkschleuder

Langsam beruhigt sich mein Mailaccount. Und so kann ich auch wieder die Links und Hinweise meines emailenden Dauertipgebers en bloc abhandeln:

  • O’Reillys Buch zum Natural Language Toolkit kann man jetzt auch kostenlos online lesen.
  • Hackpad will das beste Wiki aller Zeiten sein. Der Standard-Account ist kostenlos, der Pro-Account ist noch im Alpha-Stadium und nur über Einladung erreichbar. Ob und was er mal kosten wird, darüber schweigen sich die Macher noch aus.
  • Zum 20. Geburtstag: Vim auf dem iPad.
  • Noch ein vollmundiges Versprechen: CloudFlare will die schnellste Wolke der Welt sein …
  • Wer nicht funktional programmiert, programmiert disfunktional. Das gilt auch im Web: Haskell web programming (ein Yesod-Tutorial für Neulinge).
  • Open Source Repositorium aus der Raumfahrt: code.NASA ist noch im Alpha-Stadium und will die Open-Source-Aktivitäten der Raumfahrtbehörde bündeln. Die Site ist powered by WordPress
  • Das Rails-Tutorial Learn Rails bei Example ist eine Kombination aus Buch und Screencasts. Es ist noch work in progress, aber trotzdem schon einen Blick wert.
  • Rickshaw ist eine JavaScript-Bibliothek für interaktive Graphiken im Netz.
  • Braucht es wirklich noch eine weitere C(++)-ähnlich Computersprache wie Rust? Auch wenn Mozilla dahintersteht? (Schon der Sinn von Googles Go hat sich mir bis heute nicht erschlossen.)

Wie immer hoffe ich, daß für jeden von Euch etwas dabei ist. [Alle Links: Peter van I. per Email.]

Das Wissenschaftsvideo am Mittwoch

In diesem Video wird David Hilberts unendliches Hotel (und damit einige Paradoxien der Unendlichkeit) erklärt. Und das Mathlog würdigt den vorgestrigen 150. Geburtstag des großen Göttinger Mathematikers. [Mathlog]

Terminvereinbarung(en) datenschutzkonform

Bei dem neuen Doodle Unplugged dürften auch der hartnäckigste Datenschutz­be­auf­tragte und selbst unsere Oberpopulisten Frau Aigner von der Harmlosigkeit des Tools überzeugt sein. Und für die Chefetage empfehle ich Doodle Unplugged Premium. Denn das ist Web 3.0! [Doodle Blog]

TT2 lebt!

Andy Wardley hat vor ein paar Tagen die Version 2.23 des Perl Template Toolkits (TT2) hochgeladen. Es ist ein Wartungs-Release mit ein paar Bugfixes und ohne neue Features. Aber es zeigt, daß die Software doch noch aktiv weiterentwickelt wird. Und das freut mich …

Außerdem wurde die Dokumentation komplett neu überar­beitet und kann hier heruntergeladen werden.

Neues von der …-Sekte

Der Bischof von Teneriffa, Bernardo Álvarez, hat eine seltsame Theorie aufge­stellt, warum so viele katholische Priester kleine Jungen mißbrauchen. Die Kinder sind selber schuld, sie wollen es einfach so. Catholic Bishop: Children Want to Be Sexually Abused. Mir bleibt da nur noch die Spucke weg. Auch sonst ist der ranghohe spanische Geistliche schon durch einige arg einfache Gleichungen aufgefallen: »Schwule sind Kinderschänder«. Darf ich daraus im Gegenzug schließen, daß alle katholischen Geistlichen schwul sind? [Hans G. B. per Email, queer.de]

Poedit

Screenshot Poedit

Ich stand vor der Aufgabe, bei diesem WordPress-Blog an der deutschen Lokalisierung des verwendeten Themes herumbasteln zu müssen. Den Kollegen paßten einige der verwendeten Übersetzungen nicht. Diese Aufgabe war völlig neu für mich. Nachdem ich erst im Quelltext der verwendeten .mo-Datei herumgepatcht hatte (mit wüsten Ergebnissen), habe ich doch ein wenig gegoogelt und bin auf das Programm Poedit (MIT-Lizenz) gestoßen. Es läuft unter Windows, MacOS X und Linux und liest die .po-Datei ein, in der man dann beliebig und einfach editieren kann. Beim Speichern schreibt es dann auch die .mo-Datei heraus, die von WordPress gelesen wird. Ein nettes kleines Tool, das vielleicht auch mal für die eine oder den anderen von Euch nützlich ist.

Und wer es genau wissen will, dem sei dieses Tutorial ans Herz gelegt: WordPress-Themes lokalisieren.

Wir haben keine Angst …

weil wir aus’m Wedding sind: 91-Jährige schlug Täter mit Gehstock in die Flucht. Und das in der Iranischen Straße. Da sollen die Taliban nur kommen. [Tages­spiegel]

Bigfoot

Ich weiß, es ist Werbung, aber trotzdem ein nettes Fundstück für meine kleine Sammlung »Rätselhaftes Asien«. [Gary S. per Email.]